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22.01.2019

Männlich, weiblich und divers: Die Auswirkungen auf den betrieblichen Alltag

Das allgemeine Persönlichkeitsrecht rechtfertigt, dass die Geschlechterangaben "männlich" und "weiblich" im Geburtsregister um "divers" für intersexuelle Menschen ergänzt werden. So hat es das Bundesverfassungsgericht entschieden. Diese dritte Möglichkeit besteht seit Jahresbeginn. Sie wirkt auch auf Arbeitgeber, die zu neutralen Formulierungen bei Stellenausschreibungen verpflichtet sind.

Müssen Arbeitgeber künftig bei Stellenausschreibungen drei statt bislang zwei Geschlechtszeichnungen angeben, um nicht in Konflikt mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zu kommen? Das wollte die DeutscheHandwerksZeitung (DHZ) von Volker Serth, Arbeitsrechtsexperte in einer Frankfurter Kanzlei, wissen.

Rechtsanwalt Serth stellt in dem Interview klar, dass die Vorgaben des AGG natürlich eingehalten werden müssen. Im Klartext heißt das: Nicht hat sich daran geändert, dass geschlechtsneutral formuliert werden muss, wenn offene Stellen zu besetzen sind. "Da der Arbeitgeber nun die Gleichbehandlung aller drei Geschlechter herausstellen muss", so Volker Serth, empfehle sich, die bisher geübte Praxis Facharbeiter (m/w) gesucht um Facharbeiter (m/w/d) zu ergänzen, wobei der kleine Buchstabe d für divers steht.

Personalabteilungen, denen diese Formulierung nicht gefällt, könnten auch einen Satz wie folgt formulieren: "Uns sind Menschen eines jeden Geschlechts herzlich willkommen".

Keine andere gesetzliche Regelung als die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) gibt es gegenwärtig für die Frage, wie die Betriebe es mit Sanitärräumen und Umkleideräumen zu halten haben. "Ab einer Anzahl von fünf gleichzeitig beschäftigten Personen unterschiedlichen Geschlechts", sind getrennte Sanitärräume erforderlich, so Volker Serth. Spezielle Unisex-Toiletten sind gegenwärtig nicht erforderlich. In Sachen Umkleideräume liege es im Ermessen des Arbeitgebers, ob er getrennte Räume zur Verfügung stellt oder einen Raum, der von den Geschlechtern getrennt und somit nacheinander zum Umziehen genutzt werden kann.

Das vollständige Interview in der DHZ kann hier auf Mausklick gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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