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16.01.2019

DGB: Recht auf Homeoffice - aber sicher!

Was früher Heimarbeit hieß, wird heute unter dem Schlagwort Homeoffice immer beliebter bei Arbeitnehmern. Das SPD-geführte Bundesarbeitsministerium arbeitet Medienberichten zufolge sogar daran, ein Recht auf Homeoffice gesetzlich zu verankern. Der DGB unterstützt dieses Anliegen. Er verweist aber gleichzeitig darauf, dass die Interessen der Beschäftigten geschützt sein müssen.

Mit der diskutierten Neuregelung würde die Rechtfertigungsrichtung umgedreht, berichtet der Gewerkschaftsbund: Arbeitgeber müssten dann begründen, warum sie dem Wunsch eines Mitarbeiters nach Homeoffice nicht entsprechen. "Homeoffice sollte grundsätzlich für alle Beschäftigten möglich sein", sagt Annelie Buntenbach, Mitglied im DGB-Bundesvorstand. Es müsse aber auch die nötige Sicherheit bieten, um unsichtbare Mehrarbeit und ständige Erreichbarkeit zu vermeiden. Denn mobiles Arbeiten zu Hause sei "alles andere als mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa sitzen und ein paar E-Mails verschicken".

Ein gesetzlicher Rahmen erhöhe die Chance auf mehr Arbeitszeitsouveränität und gebe Rechtssicherheit. Wenn Beschäftigte derzeit im Homeoffice arbeiten, sei dies zumeist noch immer ungeregelt und führe oft zu unbezahlten Überstunden und Dauerstress. Wichtig sei darüber hinaus, dass mögliche Ablehnungsgründe durch den Arbeitgeber "eng gefasst" werden, der Arbeitsplatz im Büro erhalten bleibe und Beschäftigte ihre Entscheidung freiwillig treffen und ändern können.

Für entscheidend hält Buntenbach, dass die Arbeitszeit auch im Homeoffice vollständig erfasst und vergütet sowie das Recht auf Nicht-Erreichbarkeit eingehalten wird. Des Weiteren fordert der DGB, dass Arbeit im Homeoffice durch Mitbestimmungsrechte flankiert wird. Beschäftigte, die von ihrem häuslichen Arbeitsplatz aus beispielsweise ihre Kinder zum Kindergarten bringen, sollten zudem unfallversichert sein. Das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen hatte jüngst einer jungen Mutter den Unfallversicherungsschutz in einem solchen Fall versagt, gleichzeitig aber den zugrundeliegenden Rechtsrahmen beanstandet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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