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10.01.2019

Krankschreibung via WhatsApp: Darf das Smartphone auch Doktor?

Winterzeit ist Erkältungszeit. Da klingt es verlockend, muss man sich nicht für eine Krankschreibung mit laufender Nase und Kopfschmerzen in ein Wartezimmer setzen, sondern kann die sozialen Medien nutzen. Das verspricht zumindest ein Hamburger Start-up. Ärzte raten allerdings zur Vorsicht bei dem Nutzen dieses Angebots.

9 Euro kostet der Service, sich via WhatsApp bei einem grippalen Infekt - und ausschließlich in diesem Krankheitsfall - eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung ausstellen zu lassen. Das geht so: Online wird der Nutzer aufgefordert, ein Formular auszufüllen, in dem klassische Symptome für eine Erkältung abgefragt werden.

Daran schließt sich - wie der Bayerische Rundfunk berichtet - eine Kommunikation mit einer/m Mediziner/in über einen verschlüsselten Messenger-Dienst an. Über diesen Weg werden auch persönliche Daten und die Informationen der Versichertenkarte übermittelt. Der Arzt mit Sitz in Schleswig-Holstein entscheidet dann, ob der AU-Schein ausgestellt und per WhatsApp übermittelt werden kann.

Der Gründer dieses Start-ups versichert, dass die Berufsordnung der Ärztekammer Schleswig-Holstein diese Form der Telemedizin erlaube und dieses Handling natürlich auch der Datenschutzgrundverordnung entspreche.

Medizin-Experten stehen einer Krankschreibung per WhatsApp freilich skeptisch gegenüber. So heißt es aus der Kieler Ärztekammer, eine Krankschreibung auf diesem Wege habe man bei der Regelung der Berufsordnung nicht im Sinn gehabt. Carsten Leffmann, ärztlicher Geschäftsführer der Kieler Kammer, verdeutlicht: "Ich sehe schon einen Unterschied zwischen einer Fernbehandlung und der Fernausstellung eines Dokuments".

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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