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08.01.2019

Mindestlohn in Deutschland: Erfolgsgeschichte mit Schönheitsfehlern

Der gesetzliche Mindestlohn erfüllt wichtige Aufgaben: Zu dieser Erkenntnis kommt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer aktuellen Auswertung. Doch ein kleiner Wermutstropfen gesellt sich zu dieser positiven Bilanz: noch besteht Verbesserungsbedarf.

Einige gute Nachrichten sind mit dem gesetzlichen Mindestlohn verbunden: Der Stundenlohn ist für viele Beschäftigte angestiegen, dadurch sind die Konsumausgaben der privaten Verbraucher nach oben geklettert und konnten so zum allgemeinen Aufschwung beitragen. Auch hat die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung seit Einführung des Mindestlohns um 9,6 Prozent zugelegt. Ebenfalls erfreulich: Seit Anfang Januar ist der Mindestlohn mit 9,19 Euro so hoch wie noch nie.

Dennoch erkennt der Deutsche Gewerkschaftsbund weiteren Verbesserungsbedarf. Zum einen appelliert DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell an öffentliche Auftraggeber: "Als größtem Arbeitgeber obliegt es dem Staat dafür zu sorgen, dass er seine Aufträge nur an tarifgebundene Unternehmen vergibt".

Zum anderen stellt DGB-Vorstand Körzell fest, dass der gesetzliche Mindestlohn "als unterste Haltelinie heute nicht mehr existenzsichernd" ist. Daraus schlussfolgert er, der Mindestlohn müsse "mittelfristig steigen und armutsfest" werden.

Ebenfalls macht sich der DGB für häufigere Kontrollen stark, denn "nach wie vor gebe es Betrügereien auf Arbeitgeberseite". Um keine Gerechtigkeitslücken zu produzieren und glaubwürdig zu bleiben, müsste umfassender kontrolliert werden.

Mehr aus der aktuellen Analyse vier Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns kann auf Mausklick auf der DGB-Webseite gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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