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03.01.2019

Neue Studien lassen aufhorchen: Deutliche Vorbehalte gegenüber Frauen in Führungspositionen und Ausländern

Hierzulande sind alle Menschen gleich und auch die Geschlechter sind gleichberechtigt. So steht es im Grundgesetz, in Artikel 3. Doch wird diese papierene Gleichberechtigung in der Arbeitswelt gelebt und können sich Ausländer über eine vergleichbare Wertschätzung erfreuen wie Inländer? Zweifel kommen auf - insbesondere dann, wenn zwei aktuellen Studien Glauben geschenkt wird.

Neue Befragungstechniken bei Umfragen - garantiert wird Vertraulichkeit bei sensiblen Themen - entlarven Anschauungen und Haltungen, die längst überwunden schienen. Sie betreffen insbesondere das weibliche Geschlecht und Ausländerinnen und Ausländer: Die Ablehnung gegenüber Frauen in Führungspositionen ist deutlich höher als bisher angenommen. Die Vorurteile gegen Ausländer - ob Asylbewerber, Migranten oder Sinti und Roma - nehmen kontinuierlich zu.

Eine aktuelle Studie der Düsseldorfer Universität zeigt, wie stark die ,soziale Erwünschtheit' Antworten beeinflusst. Die Forscher haben diesen Faktor in ihre Analyse mit einfließen lassen und prompt zeigt sich, wie Antworten und soziale Erwünschtheit zusammenhängen. Wird dieser Faktor in der Befragung eingepreist, schießen die Vorurteile im Vergleich zu konventionell erhobenen Ergebnissen erheblich in die Höhe.

Die Vorbehalte von Frauen gegenüber Frauen im Management klettern von bisher bekannten 10 Prozent auf hohe 28 Prozent. Bei den Männern, die nach traditionellen Umfragen zu 36 Prozent gegenüber Frauen in Führungspositionen voreingenommen waren, erhöht sich dieser Anteil auf 45 Prozent.

Eine Langzeitstudie zur Ausländerfeindlichkeit hierzulande zeigt in der aktuellen Befragungswelle, dass ausländerfeindliche Positionen von knapp jedem Dritten vertreten werden. Eine neue Leipziger Studie belegt für den Studienautor Dr. Decker nach wie vor "antisemitische Denkmuster in gefährlichen Größenordnungen".

Zwischen Alpenrand und Ostseestrand leben beispielsweise rund 5 Millionen Muslime, dennoch halten 36 Prozent der Befragten die Bundesrepublik mit ihren knapp 83 Millionen Bewohnern für "in einem gefährlichen Maß überfremdet". Jeder Zehnte glaubt außerdem, Juden hätten etwas Besonderes an sich und würden "nicht so recht zu uns passen". Damit nicht genug: Weitere 20 Prozent stimmen dieser Aussage latent zu.

Mehr kann auf Mausklick auf der Webseite von Ungleich Besser Diversity Consulting oder direkt auf der Seite der Universität Düsseldorf wie auf der Seite der Universität Leipzig gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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