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27.12.2018

IW-Kurzbericht: Arbeitnehmer wertschätzen die Gewerkschaften, doch ihre Beitrittsneigung schwächelt

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen starke Gewerkschaften. Davon ist das Gros der Beschäftigten hierzulande überzeugt. Doch schlägt sich diese Einstellung nicht in den Mitgliedszahlen der Gewerkschaften nieder. Im Gegenteil. Der Organisationsgrad sinkt, wie Untersuchungen zeigen.

Gerade einmal noch 18,5 Prozent der berufstätigen Frauen und Männer sind Mitglied einer Gewerkschaft - obwohl den Gewerkschaften eine wichtige Bedeutung zugemessen wird. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) weist in einem Kurzbericht auf dieses Paradoxon hin und liefert eine Erklärung dafür.

Denn vom gewerkschaftlichen Tun profitieren eben alle, nicht nur die Gewerkschaftsmitglieder. Auch die so genannten Trittbrettfahrer erhalten die höheren Löhne und Gehälter, die in den alljährlichen Tarifverhandlungen vereinbart werden. Von den Aktivitäten der meist gewerkschaftlich organisierten Betriebsräte wird ebenfalls keiner ausgeschlossen.

Besonders selten erfreuen sich die Gewerkschaften über die Mitgliedschaft von jungen Frauen aus dem Osten. Insgesamt liegt der Organisationsgrad bei den 18- bis 30-Jährigen gerade bei 14,5 Prozent. In der Gruppe der über 50-Jährigen hat noch gut jeder fünfte Arbeitnehmer (22,5 %) ein gewerkschaftliches Mitgliedsbuch. Im Westen ist nach dem Kurzbericht die Organisationsneigung "mit 19,6 Prozent deutlich stärker ausgeprägt als in Ostdeutschland (13,4 %)".

In der Veröffentlichung wird zu Recht darauf hingewiesen, dass die Verhandlungsmacht in Tarifverhandlungen und die politischen Einflussmöglichkeiten von Gewerkschaften - genauso wie ihre Überlebensfähigkeit - von ihrer Mitgliederstärke abhängen. Das Gewinnen von Mitgliedern ist eine Aufgabe, der sich die Gewerkschaften intensiv stellen sollten. Denn geht der Mitgliederschwund weiter, könnte der Stand der Gewerkschaften zunehmend schwieriger werden.

Der IW-Kurzbericht 80/2018 "Gewerkschaften - ja bitte, aber ohne mich!" steht auf Mausklick hier zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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