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20.12.2018

NGG-Rentenprognose: Jedem dritten Beschäftigten droht Altersarmut

Immer mehr Rentnerinnen und Rentner werden immer weniger Rente beziehen: Jedem dritten Beschäftigten droht nach einer Prognose des Pestel-Instituts für die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung. Ein Unding für die NGG.

Einst haben die Politiker versprochen "Leistung muss sich wieder lohnen". Für manche Menschen mag das auch zutreffen. Doch 12,8 Millionen Beschäftigte müssen um ihre finanzielle Situation im Alter bangen: Obwohl sie beim Renteneintritt 45 Jahre Berufstätigkeit hinter sich haben werden, wird die monatliche Überweisung von der Rentenkasse nicht ausreichen, um sorglos leben zu können.

Die NGG schlägt Alarm. Denn die Zahl armutsgefährdeter Rentner könnte noch weiter nach oben klettern als bislang prognostiziert. Dann nämlich, wenn die durchschnittliche Rente bis zum Jahr 2030 auf ein Niveau von 43 Prozent des letzten Brutto-Einkommens absacken sollte. Derzeit sind es 48 Prozent vom letzten Brutto-Gehalt. Sinkt das Rentenniveau weiter, dann gäbe es nach dem Pestel-Institut mehr als 16 Millionen Menschen, "die nach 45 Beitragsjahren bei einer Rente unterhalb der Grundsicherung landen".

Für Claudia Tiedge, stellvertretende NGG-Vorsitzende, ist diese Prognose "alarmierend". Schließlich müsse jemand, der immer gearbeitet habe, im Alter von seiner Rente leben können. "Am Ende steht hier das Vertrauen in die staatliche Altersvorsoge und damit der gesellschaftliche Zusammenhalt auf dem Spiel", so die NGG-Frau.

Sie kritisiert, dass die Bundesregierung das Rentenniveau lediglich bis 2025 bei 48 Prozent zugesagt hat. Das Rentenniveau müsste längerfristig stabilisiert, am besten angehoben werden. Neben der Politik nimmt sie auch die Arbeitgeber in die Pflicht: "Anstatt auf Aushilfen mit wenigen Wochenstunden zu setzen, sollten sie reguläre Vollzeitstellen schaffen - und zwar bezahlt nach Tarif".

Mehr über die Rentenprognose für die NGG kann hier auf Mausklick gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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