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19.12.2018

Vorläufige Tarifbilanz 2018: Reallohn legt um 1,1 Prozent zu

Positiv fällt die vorläufige Tarifbilanz des Jahres 2018 aus: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten sich endlich einmal wieder über kräftige Lohnerhöhungen freuen. Das teilt das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung mit.

Der vorläufige Reallohnzuwachs liegt für die Beschäftigten bei voraussichtlich 1,1 Prozent. Der Reallohnzuwachs berechnet sich aus den durchschnittlichen Tariferhöhungen (3,0 %) abzüglich des durchschnittlichen Anstiegs der Verbraucherpreise (1,9 %). Der Reallohnzuwachs ist also spürbar und wird die Binnennachfrage stützen, so Professor Dr. Thorsten Schulten, Leiter des Tarifarchivs.

Die Spannweite der Tarifsteigerungen im noch laufenden Jahr war beträchtlich: Sie erreichte 6,6 Prozent im ostdeutschen Bauhauptgewerbe und 2,2 Prozent in der Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Das Plus in der Metall- und Elektroindustrie lag bei 4,3 Prozent, etwas geringer fielen die Abschlüsse mit 3,6 Prozent in der chemischen Industrie und im öffentlichen Dienst mit durchschnittlich 3,5 Prozent aus.

Eine zunehmende Rolle bei den Tarifverhandlungen spielen Fragen der tarifvertraglichen Arbeitszeitgestaltung, heißt es aus dem WSI-Tarifarchiv. Für den Tarifexperten Professor Schulten hat "die Tarifrunde 2018 insgesamt eine Renaissance der tariflichen Arbeitszeitpolitik eingeleitet, die sich auch in den zukünftigen Tarifrunden weiter fortsetzen wird".

Mehrjährige Laufzeiten sind bei dem Gros der Tarifabschlüsse zu verzeichnen - mit Tariferhöhungen zwischen 2,0 und 3,6 Prozent für 2019. Die Tarifrunde 2018 hat deutlich gezeigt, dass Entgelterhöhungen wichtig, aber nicht mehr allein entscheidend für die Zufriedenheit der Beschäftigten sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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