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18.12.2018

Forschungsbericht: Digitalisierung in der Altenpflege könnte Mitbestimmung stärken

Die Digitalisierung betrifft alle Branchen - auch die sozialen Dienstleistungsbranchen. Im Alltag wird diese Tatsache leicht vernachlässigt. Ein Manko, das schnell offensichtlich wird, wird die Realität in der Altenpflege betrachtet. Denn auch im Alltag der Pflegeberufe ist die Digitalisierung angekommen und erobert zunehmend mehr Raum. Eine Herausforderung - auch für die betrieblichen Interessenvertretungen.

Das größte Anwendungsfeld der Digitalisierung wird gegenwärtig darin gesehen, dass Arbeitsprozesse in der Altenpflege durch entsprechende Systeme unterstützt werden. Insgesamt vier Einsatzbereiche können sich Wissenschaftler in der Pflege vorstellen. Dies sind elektronische Pflegedokumentationen, technische Assistenzsysteme, Telecare-Anwendungen sowie die Robotik.

Bislang ist es so, wie ein aktuelle Forschungsbericht des Instituts Arbeit und Technik (IAT) zeigt, dass nicht die Tätigkeiten an sich durch die neuen Techniken verändert werden, sondern die Aufgaben erweitert werden, beispielsweise durch neue Kommunikations- und Informationsformen sowie neue Interaktionsprozesse. Sicher ist, durch die Digitalisierung wird sich vieles in der Altenpflege verändern. Unklar ist jedoch, wohin die Reise gehen wird.

Für mehr Durchblick wie einen besseren Ausblick will das gemeinsame Projekt DialogS plus vom IAT, dem Bildungsinstitut im Gesundheitswesen (BiG) und dem Bildungswerk ver.di Niedersachsen sorgen. Das Projekt will die Chancen der Digitalisierung identifizieren, die Kompetenz von Betriebsräten und Mitarbeitervertretungen über digitale Transformation stärken und die Digitalisierungskultur in den Altenheimen und Pflegediensten mit beeinflussen.

Die Interessenvertretungen der Beschäftigten wie die Betriebsräte sind gefordert, die sich verändernden Prozesse in der Pflegebranche mit zu gestalten. Daher betonen die Initiatoren, dass das Projekt DialogS plus "die Digitalisierung der Arbeit in der Altenpflege nicht als Selbstzweck thematisiert, sondern als Anlass versteht, "um gegenwärtig drängende Herausforderungen der Versorgung, des Personalmanagements und der Umsetzung guter Arbeitsbedingungen... auf die gemeinsame Agenda von Einrichtungsleistungen und betrieblichen Interessenvertretungen zu setzen".

Betont wird in dem IAT-Bericht wie wichtig es ist, dass die Digitalisierungskultur nicht ,top down' vorgegeben wird, sondern partizipativ entwickelt und eingeführt wird. Die Digitalisierung kann und sollte genutzt werden, um die Mitbestimmung zu stärken. Der Forschungsbericht "Digitalisierung in der Altenpflege - Gestaltungsoptionen und Gestaltungswege für betriebliche Interessenvertretungen" steht auf Mausklick als PDF zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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