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14.12.2018

Sprechstunde zur psychischen Gesundheit hat sich etabliert

Seit zehn Jahren gibt es die Sprechstunde zur psychischen Gesundheit im Betrieb. Grund genug für die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM), eine Zwischenbilanz zu ziehen: Das Verfahren habe sich in Unternehmen etabliert, was man "durchaus als Kulturwandel" bezeichnen könne. Wichtig sei die richtige und konsequente Einbindung in die betrieblichen Prozesse.

Die Sprechstunde wurde von einer wachsenden Zahl an Unternehmen eingeführt, nachdem Betriebsärzte immer häufiger von Mitarbeitern mit psychischen Symptomen berichteten, schreibt die Gesellschaft. Gleichzeitig hätten Klinikpatienten verstärkt über arbeitsplatzbezogene Belastungen geklagt. Der seinerzeit neue Ansatz wird im übergreifenden Prozess deutlich, der sowohl das betriebliche Gesundheitsmanagement als auch das psychiatrische beziehungsweise psychosomatische Versorgungssystem umfasst.

Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass 40 bis 50 Prozent die Sprechstunde aufgrund von Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz in Anspruch nehmen. Besonders häufige Ursachen dafür sind die Arbeitsmenge, erhöhte Arbeitszeiten, schlechte Beziehungen zu Arbeitskollegen oder mangelnde Kommunikation, Partizipation und Wertschätzung durch die Führungskräfte. Für weitere 30 bis 40 Prozent stehen vor allem private Probleme wie Paarkonflikte, Probleme in der Kindererziehung oder die Erkrankung von Angehörigen im Vordergrund.

"Die Ziele der Sprechstunde sollten klar formuliert sein", heißt es bei der DGAUM weiter: namentlich die Früherkennung sowie die frühzeitige Bearbeitung psychosozialer Probleme und Symptome. Zu beachten sei, dass Arbeitsfähigkeit und Symptomatik häufig nicht zusammenhängen. So können beispielsweise depressiv erkrankte Menschen die betriebliche Begleitung als unterstützend und die Arbeitsstruktur als Halt gebend erleben. Wichtig sei auch die Einhaltung der Schweigepflicht des Betriebsarztes sowie der Ort der Sprechstunde auf dem Betriebsgelände, der Anonymität gewährleisten sollte. Therapeuten wiederum müssten über die Arbeitswelt, das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie den sogenannten Return-To-Work-Prozess informiert werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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