Nachrichten für Betriebsräte!

(c) photocrew / fotoliaUm mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu bleiben, gilt es für Betriebsräte, aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, Arbeits- & Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen zu verfolgen. BetriebsratsPraxis24.de bietet Euch/Ihnen daher täglich kostenlose und praxisnahe Nachrichten aus diesen Bereichen. So wird keine rechtliche Neuerung mehr verpasst und die Mitbestimmung im Betrieb bzw. Unternehmen erleichtert! Weitere Vorteile finden sich hier.

Aktuell, verlässlich, informativ: Unser kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Also: Am besten gleich anmelden.

Photo: "Newsletter" / © photocrew (fotolia)


04.12.2018

Querelen bei neuem Einzelhandelsriesen: Spekulationen über Sanierungstarifvertrag bei Kaufhof-Karstadt-Fusion

Unter Dach und Fach ist die Fusion von Kaufhof und Karstadt. Der Zusammenschluss betrifft rund 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Spekuliert wird darüber, ob ein Sanierungstarifvertrag vorbereitet werden soll. Grund genug für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, ein sofortiges Einbinden der Betriebsräte und der Gewerkschaft zu fordern.

Nach außen besteht Einigkeit, doch hinter den Kulissen gärt es nach Angaben von Businessinsider in dem neu formierten Warenhauskonzern. Geleitet werden soll das Handelsunternehmen mit 243 Standorten europaweit von dem bisherigen Karstadt-Chef. Wichtige Schlüsselpositionen sollen ebenfalls von der Karstadt-Seite aus besetzt werden. Der Kaufhof-Chef und weitere Mitarbeiter aus der Führungsriege werden das neue Unternehmen verlassen.

Hintergrund der Querelen soll ein Streit um die Erfolgsbilanz von Kaufhof sein. Gestritten wird darüber, wie gut - oder wie schlecht - es um Kaufhof steht. Das Sanierungsprogramm von Kaufhof habe nicht wie erwartet gegriffen. Die Lage "sei noch schlechter als bei Vertragsunterzeichnung im Spätsommer".

Dieser "Darstellung" widerspricht die Kaufhof-Seite und mutmaßt, dass es darum gehen könnte, "den Boden für die Verhandlungen ... über einen Sanierungstarifvertrag vorzubereiten". Daher fordert ver.di, eingebunden zu werden.

"Für ver.di und die Gesamtbetriebsräte steht bei allen Überlegungen die Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Bindung an den Flächentarifvertrag an erster Stelle", verdeutlicht Stefanie Nutzenberger, Bundesvorstandsmitglied bei ver.di. Positiv betrachtet die Gewerkschaft die Entscheidung, dass die zwei Unternehmen rechtlich getrennt geführt werden sollen. Dies biete die größten Chancen für den Erhalt von doppelten Standorten.

Weitere Informationen über die erfolgte Fusion können auf Mausklick hier gelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht | Copyright © 2018 Wolters Kluwer Deutschland GmbH


Luchterhand Fachverlag Logo
UAN_nv_1409
/fachwissen/