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05.12.2018

DGB will prekäre Beschäftigung eindämmen

Einen ganzen Forderungskatalog haben der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften in Bezug auf prekär Beschäftigte formuliert. Ihre aktuelle Situation sei immer noch von niedrigen Einkommen, geringem sozialem Schutz und weniger Mitbestimmungsrechten geprägt. Gefordert wird zum einen eine stärkere Regulierung der Leiharbeit, zum anderen die Abschaffung sachgrundloser Befristungen.

Prekäre Arbeit habe zu einer drastischen Zunahme des Niedriglohnbereichs geführt, berichtet der DGB in seiner Publikation Arbeitsmarkt aktuell. 1,2 Millionen Erwerbstätige in Deutschland würden so wenig verdienen, dass sie zusätzlich auf Hartz IV angewiesen seien. Ein Grund dafür sei, dass sie keine Vollzeitbeschäftigung finden.

Die Gewerkschaften plädieren unter anderem für die Abschaffung aller sachgrundlosen Befristungen sowie bestimmter Sachgründe: So soll es unter anderem keine Sonderregelung mehr für Existenzgründer geben. Zudem müssten befristet Beschäftigte einen Anspruch auf bevorzugte Einstellung erhalten. Darüber hinaus soll die Leiharbeit wieder "auf ihre Kernfunktion reduziert" werden. Faktoren wie die Bezahlung oder die Arbeitsbedingungen müssten sich an denen der normal Beschäftigten orientieren.

Zumindest bei den Arbeitszeiten wurde eine Forderung der Gewerkschaften, das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit, mittlerweile erfüllt. Bemängelt wird jedoch, dass dieses erst in Betrieben ab 45 Beschäftigten gilt. Zudem wirbt der DGB für lebenslauforientierte Arbeitszeiten, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken. Minijobs indes werden als "nicht mehr zeitgemäß" bezeichnet. Die Politik solle aus dem System aussteigen, zumindest aber die Einkommensgrenzen "auf keinen Fall" weiter anheben.

Diskutabel sind nach Gewerkschaftsansicht schließlich auch Werkverträge. Sie sollen nach dem Willen des DGB besser von Leiharbeit unterschieden werden, um Missbrauch zu verhindern. Außerdem müsse das Beratungsnetzwerk weiter ausgebaut werden, um ausländische Werkvertragsnehmer, die aufgrund mangelnder Sprach- und Rechtskenntnisse oftmals ausgebeutet würden, besser zu schützen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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