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28.11.2018

Gastronomie strikt gegen längere und flexiblere Arbeitszeiten: Personalmangel würde sich weiter verschärfen

Macht eine flexiblere und längere Arbeitszeit die Branche Gastgewerbe attraktiver? Mitnichten, ist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) überzeugt und lehnt die baden-württembergische Initiative des CDU-geführten Wirtschaftsministeriums strikt ab, das Arbeitszeitgesetz zu ändern.

Vorschläge, das aktuelle Arbeitszeitgesetz zu ändern, kommen aus den CDU-Ministerien in der baden-württembergischen Landesregierung, wie die Stuttgarter Zeitung schreibt. Die tägliche Höchstarbeitszeit soll um zwei Stunden von bislang zehn Stunden auf zwölf Stunden nach oben geschoben werden.

Unter der Federführung der CDU-Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ist ein entsprechendes Eckpunktepapier erarbeitet worden, so das Handelsblatt. Auf Unterstützung der Grünen-Fraktion kann die Ministerin nicht bauen. Ein flexibleres Arbeitsrecht wird von den Grünen abgelehnt: Ein solches schade der Gesundheit der Arbeitnehmer und sei wirtschaftspolitisch falsch.

Das Arbeitszeitgesetz ist insbesondere ein Schutzgesetz für Arbeitnehmer, so Guido Zettler, NGG-Vorsitzender. Er lässt keinen Zweifel daran, dass dieser Schutz heute nötiger denn je ist. Wie kaum eine andere Branche habe das Gastgewerbe ein Nachwuchs- und Fachkräfteproblem: Die Zahl der Auszubildenden ist innerhalb einer Dekade von mehr als 10.000 auf rund 6.200 gesunken

Die tägliche Arbeitszeit noch weiter auszudehnen, ist ... völlig kontraproduktiv. Die Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen müssen im Sinne der Beschäftigten nachhaltig verbessert, nicht noch weiter verschlechtert werden", betont Gewerkschafts-Vorsitzender Zettler.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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