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27.11.2018

Beschäftigte in Burscheid haben gewählt: Deutschland-Zentrale von Automobilzulieferer Adient jetzt mit Betriebsrat

Endlich am Ziel sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Automobilzulieferers Adient in Burscheid: Sie haben erstmals einen Betriebsrat gewählt. Für kommenden Freitag ist die konstituierende Sitzung des 15-köpfigen Gremiums geplant. Gewählt werden dann der Vorsitzende des Betriebsrats und seine Stellvertreter. Am Nikolaustag wird sich der neue Betriebsrat den Kolleginnen und Kollegen in einer Mitarbeiterversammlung vorstellen.

Der Weg hin zur Wahl war ein steiniger. Denn die Unternehmensführung hatte sich - wie die Kölnische Rundschau in ihrer Regionalausgabe für das Bergische Land berichtet - vehement gegen eine Betriebsratswahl gestemmt.

Gerichtlich sollten der Belegschaft die Vorbereitungen zur Betriebsratswahl "aufgrund vermeintlicher Formfehler durch eine einstweilige Verfügung" untersagt werden. Das Arbeitsgericht Solingen lehnte diesen Antrag des Adient-Managements ab. Auch in der zweiten Instanz scheiterte die Unternehmensführung vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf.

Von ihrem Recht, einen Betriebsrat zu wählen, haben 72 Prozent der wahlberechtigten Beschäftigten Gebrauch gemacht: 826 Frauen und Männer haben sich von insgesamt 1.150 Wahlberechtigten beteiligt.

Die Geschäftsführung hat diese rege Wahlbeteiligung begrüßt, erklärte Unternehmenssprecherin Claudia Steinhoff, und sehe "dem zukünftigen Austausch positiv entgegen".

Insgesamt standen 52 Kandidaten zur Wahl. Neun Sitze entfielen auf die Liste eins "Miteinander stark - together strong" um Joachim Otten, der die Wahl initiiert hatte und der "hohes Vertrauen" in der Belegschaft genießt, so IG-Metall Vertreter Wolfgang Rasten. Jetzt gilt es anzupacken, in dem Unternehmen einer amerikanischen Mutter, das bislang keine Tarifbindung kannte. Transparenz ist gefragt und nicht "Gutsherrenart", wie der Gewerkschaftsvertreter formuliert.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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