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26.11.2018

Befragung zeigt: Blockade von Betriebsräten ist eine Ausnahme, aber kein Einzelfall

Das Verhältnis zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung ist in der Regel ein gutes. Allerdings sind Schikanen gegen Arbeitnehmervertreter offensichtlich mehr als nur Einzelfälle, wie eine repräsentative Betriebsrätebefragung zeigt: Danach sehen sich zehn Prozent von ihnen häufig durch den Arbeitgeber in ihrer Arbeit behindert. Weitere 40 Prozent erlebten zumindest manchmal Blockaden.

Für die Analyse hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung mehr als 2.000 Betriebsräte befragt. Zwar bezeichneten 60 Prozent von ihnen das Verhältnis zur Unternehmensspitze als gut oder sogar sehr gut. Bei zehn Prozent reichte die Bewertung jedoch nur für ein "ausreichend", fünf Prozent urteilten mit "mangelhaft".

Da, wo die Noten 4 oder 5 vergeben wurden, darf nach Ansicht von WSI-Forscher Dr. Helge Baumann bezweifelt werden, ob noch eine "vertrauensvolle" Zusammenarbeit, wie sie das Betriebsverfassungsgesetz fordert, möglich ist. Auffallend sei, dass die Arbeitsbeziehung zwischen Führungsetage und Beschäftigtenvertretung häufiger schlecht ist, wenn das Unternehmen keinen Tarifvertrag hat. Während in diesen Fällen 18 Prozent von einem "ausreichenden" oder "mangelhaften" Verhältnis sprachen, waren es bei Unternehmen mit Tarifvertrag "nur" elf Prozent.

Die Aufgaben und Anliegen, mit denen sich die Betriebsräte befassen (müssen), sind vielfältig. An der Spitze stehen hier der Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung, die von 83,2 Prozent genannt wurden. Ebenfalls häufig ist die Beschäftigung mit zu geringen Personalstärken, Überstunden, Mitarbeitergesprächen und Leistungsdruck, wie jeweils mehr als 70 Prozent angaben. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen und Wünsche der Beschäftigten nach flexiblen Arbeitszeiten standen dagegen nur für weniger als jeden zweiten befragten Betriebsrat auf der Agenda.

Die Autoren heben die positiven Wirkungen des Engagements der Arbeitnehmervertreter hervor. Sie sorgten unter anderem für bessere Bedingungen am Arbeitsplatz, mehr Familienfreundlichkeit im Unternehmen und betriebliche Weiterbildung. Davon profitiere das gesamte Unternehmen, etwa durch eine höhere Produktivität.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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