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21.11.2018

IW Köln pro Bildungsoffensive: Eine Investition, die sich für alle rechnet

Kinder aus bildungsfernen Haushalten besitzen unabhängig von ihrer Leistungsfähigkeit nach wie vor schlechtere Bildungschancen als Mädchen und Jungen aus Akademikerhaushalten oder den so genannten bildungsnahen Familien. An dieser Tatsache führt noch kein Weg vorbei, wie ein aktueller Report belegt.

Die gute Nachricht ist: Der Einfluss der sozialen Herkunft auf die Bildung nimmt ab. Doch die große Marschrichtung ist nach wie vor vorgegeben: Eltern mit Abitur oder Hochschulabschluss schicken ihren Nachwuchs möglichst aufs Gymnasium, die anderen Mütter und Väter bevorzugen für die Kinder die Hauptschule mit entsprechendem Abschluss.

Das Fazit, das das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) daraus zieht, ist deutlich: "Der Staat muss dringend mehr für Bildung ausgeben". Eine wirksame Bildungsoffensive würde nach Berechnungen der Kölner Bildungsexperten rund 12 Milliarden Euro kosten.

Aus Sicht des Instituts müssen Bund und Länder auch "die Bildungsmobilität erhöhen". Beispielsweise müssten die Länder insbesondere in den Kitas für bessere Betreuung sorgen und mehr Plätze schaffen. Bundesweit würden rund 273.000 Plätze für Unter-Dreijährige fehlen. Ein Mangel, unter dem natürlich auch Kleinkinder zu leiden haben, die mit ihren Eltern nach Deutschland geflüchtet sind.

Auch mit Blick auf Flüchtlingskinder und jugendliche Geflüchtete wird bessere Qualifizierung in Kitas und in Schulen angemahnt. Nur dann bestünden für diese Mädchen und Jungen gute Chancen auf eine Ausbildung oder ein Studium.

Es geht nicht darum, pauschal mehr Geld für Bildung auszugeben, stellt das IW Köln klar. Es brauche vielmehr eine "Mischung aus Anreizen und zielgenauen Investitionen". Vor allem würde eine solche Investition in Bildung "über höhere Steuereinnahmen und sinkende Sozialausgaben" wieder an den Staat zurückfließen.

Die Zusammenfassung der IW-Analyse kann auf Mausklick hier gelesen werden.

Der "Datenreport 2018" des Statistischen Bundesamtes und der Bundeszentrale für politische Bildung kann als PDF auf den eigenen Rechner geladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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