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19.11.2018

Wichtig für Beschäftigte: Das alles ändert sich ab Januar 2019

Der nächste Jahreswechsel bringt wieder etliche Neuerungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit sich. Viele Änderungen sind durchaus erfreulich. Aber nicht alle. Nach wie vor fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) das Anheben der Geringfügigkeitsgrenze für Minijobs. Wer arbeitet, soll von seinem Einkommen leben können. Ein Ding der Unmöglichkeit bei maximal 5.400 EUR im Jahr. Ein Blick auf die neuen Regelungen im Jahr 2019.

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Gute Nachrichten gibt es für alle Beschäftigten, die nach dem Mindestlohn bezahlt werden: Der steigt ab 01.01.2019 auf 9,19 EUR die Stunde und ab 2020 auf 9,35 EUR. Parallel klettern auch Branchenmindestlöhne nach oben, beispielsweise im Dachdeckerhandwerk, im Elektrohandwerk, bei Leih- und Zeitarbeitern oder in den Pflegeberufen.

Mindestlöhne, Minijobs, Midijobs

Die weniger erfreuliche Seite der höheren Mindestlöhne bekommen die Minijobber zu spüren: Durch die Erhöhung des Stundenlohns, sinkt ihre maximal mögliche Arbeitszeit im Monat. Pro Stunde erhöht sich ihr Lohn, doch am Monatsende bleibt genauso viel übrig wie ohne Erhöhung des Mindestlohns. Minijobber können weder aktuell noch im Alter von ihrer Arbeit leben, kritisiert daher der DGB.

Keine Begeisterung kann die Gewerkschaft für die Neuregelung der Gleitzone von Midijobbern aufbringen. Befürchtet werden "Fehlanreize im Arbeitsmarkt": Bislang lag diese Zone zwischen 450 Euro und 850 EUR und wird am oberen Ende nun auf 1.300 EUR erhöht. Im Klartext heißt das, erst ab über 1.300 EUR werden die vollen Beiträge zur Sozialversicherung fällig, bis dahin liegen sie bei unter 18 Prozent. Die Rentenleistung wird allerdings nicht durch die geringeren Beiträge geschmälert.

Wieder da: Paritätische Finanzierung der Krankenversicherung

Erfreulich ist das erneute Einführen der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung. Am Beitragssatz von 14,6 Prozent ändert sich nichts. Allerdings ändert sich die Beitragsbemesserungsgrenze: Die neue monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung liegt bei 4.537,50 EUR. Die Beitragsbemessungsgrenze ändert sich auch in der Rentenversicherung. Ab Januar 2019 liegt sie bei 6.700 EUR (West) und 6.150 EUR (Ost).

Steuer, Rente, Pflege und Arbeitslosenversicherung

Geschnürt hat die Bundesregierung ein Steuerpaket, das insbesondere auch eine Entlastung von Familien vorsieht. Der Kinderfreibetrag steigt von bisher 7.428 EUR auf 7.620 EUR an und das Kindergeld wird jeweils um 10 EUR erhöht. Der Grundfreibetrag und Unterhaltshöchstbetrag steigt um 168 EUR - von 9.000 EUR auf 9.168 EUR.

Änderungen gibt es auch bei der Rente: Vorerst ist zumindest der Sinkflug gestoppt. Das Rentenniveau wird bei 48 Prozent gesichert. Die Rentenwerte West und Ost werden weiter angeglichen und sollen bis Juni 2024 egalisiert sein.

Um 0,5 Prozent werden die Beiträge zur Pflegeversicherung angehoben: Für Versicherte mit Kindern beträgt der Beitragssatz ab Januar 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens, für kinderlose Versicherte klettert er auf 3,3 Prozent.

Gute Nachricht gibt es in Sachen Arbeitslosenversicherung: Sie sinkt von 3 Prozent auf 2,6 Prozent.

Der DGB informiert auf seiner Webseite ausführlich über alle Veränderungen ab 2019.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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