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11.10.2018

Wieder in der Diskussion: Fördert Ehegattensplitting Teilzeitjobs statt Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt?

Trägt das steuerliche Ehegattensplitting dazu bei, dass viele Frauen in Teilzeit statt in Vollzeit arbeiten und so die Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt ausgebremst wird? Diese Frage ist bislang ungeklärt. Ein Gutachten des Finanzministeriums soll nun Antworten finden, berichtet der MDR.

Immer wieder soll es abgeschafft werden, das so genannte Ehegattensplitting, bei dem die Einkommen von verheirateten Paaren und Paaren in eingetragenen Lebenspartnerschaften steuerlich zusammengelegt werden. Die Steuer wird dann so berechnet, als würden beide ein gleich hohes Einkommen erzielen. Dadurch sinkt die Gesamtsteuer. Besonders attraktiv ist dieses Modell, wenn einer deutlich mehr verdient als der andere.

Richtig ist, dass 47 Prozent aller erwerbstätigen Frauen Teilzeit und 53 Prozent in Vollzeit arbeiten, so das Statistische Bundesamt. Bei den Männern liegt der Anteil der Teilzeit-Jobber dagegen bei niedrigen11 Prozent. Doch daraus den Schluss zu ziehen, die Frauen entschieden sich aus steuerlichen Gründen dafür, weniger zu arbeiten als sie eigentlich möchten, könnte verwegen sein.

Das unterstreicht auch Steuerberaterin Constanze Kirsche-Bauerfeind aus Leipzig. Nach ihrer Erfahrung liegt die Motivation zu einer Teilzeit-Tätigkeit nicht in der geringeren Steuer, sondern in der jeweiligen Familiensituation. Im arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft in Köln wird die These "vom Ehegattensplitting als Bremse der Gleichberechtigung" ebenfalls nicht überzeugt unterschrieben.

Auf Mausklick kann die Nachricht des MDR hier nachgelesen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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