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10.07.2018

FES zur digitalen Arbeitswelt: Beschäftigte brauchen neue Rechte

Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet zügig voran - insbesondere zum Nutzen der Arbeitgeber. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) mahnt eine politische Gestaltung der sich ändernden Arbeitswelt an, damit sich die Kräfteverhältnisse nicht weiter zum Nachteil der Beschäftigten verändern.

Durch die Digitalisierung verschiebe sich das Machtgefüge in der Arbeitswelt zunehmend zum Nachteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, heißt es in einer aktuellen Veröffentlichung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Seit Jahren würden rechtliche Regelungen gefordert, doch bislang sei nichts geschehen. Ein Unding. Denn für die Beschäftigten steigen durch die Digitalisierung "die Risiken der Entsicherung, der Entkollektivierung und der Entmächtigung".

Entsichert wird aus Sicht der Autoren abhängige Erwerbsarbeit durch die Digitalisierung, weil Technik die Arbeitskraft ersetzen kann, die "Kenntnisse und Fertigkeiten" rasch veralten können und in kurzen Abständen Neuorientierungen erforderlich werden können. Für Entsicherung sorgten zudem die plattformbasierten Geschäftsmodelle. Der Erwerbstätige, der für solche Plattformen arbeitet, habe in der Regel nur ein "Minimum an Einkommens- und sozialer Stabilität".

Je stärker die Arbeit digitalisiert werde, umso weniger werde der Einzelne beispielsweise durch die Gemeinschaft geschützt: Menschen, die überall arbeiten, aber nicht in einem Betrieb, werden nicht durch Betriebsräte oder Gewerkschaften vertreten. Die Möglichkeiten, die Leistung eines jeden Arbeitnehmers detailliert zu messen, würden ebenso intensiv zu einer Entkollektivierung beitragen wie die zunehmende Globalisierung der Arbeitsmärkte.

Die Gefahr der Entmächtigung sehen die Autoren insbesondere in einer immer feiner werdenden Überwachung der Beschäftigten durch die Arbeitgeber. Deren Herrschaftsposition werde weiter ausgebaut.

Die Autoren lassen keinen Zweifel daran, dass die Rechte der Erwerbstätigen gestärkt werden müssen, um die Kräfteverhältnisse im Arbeitsmarkt wieder einigermaßen auszubalancieren und formulieren Handlungsempfehlungen für die Politik. Dazu gehört ein "Schutzstandard für Telearbeit", ein "Recht auf Nichterreichbarkeit" oder Mitbestimmungsrechte für Männer und Frauen, die zu den Crowdworkern gehören.

Die Publikation "Machtverschiebung in der digitalen Arbeitswelt - Die Beschäftigten brauchen neue Rechte!" steht hier auf Mausklick als PDF zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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