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22.03.2018

Arbeitspapier untersucht Genderaspekte: Führt Digitalisierung zu mehr Geschlechtergerechtigkeit?

Die Digitalisierung in der Arbeitswelt wurde bislang überwiegend aus einer männlichen Perspektive gedacht. Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat erstmals einen Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Arbeitswelt der Frauen hergestellt. Ein Novum. Für die Hans-Böckler-Stiftung haben sich zudem acht Wissenschaftlerinnen mit der Frage auseinandergesetzt, ob die Digitalisierung zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen wird.

Die Autorinnen beleuchten in einer Veröffentlichung die Aspekte in der Arbeitswelt, die aus ihrer Sicht von der Politik gestaltet werden könnten und sollten. Sie möchten damit "den Blick für die geschlechtsspezifischen Auswirkungen der Digitalisierung" schärfen, Handlungsfelder aufzeigen und eine Grundlage für das Weiterdenken schaffen.

Ausgangspunkt für die Forscherinnen ist die Überlegung, dass industrielle Revolutionen immer Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse hatten. Daher stellt sich die Frage, ob nun die Digitalisierung das Potenzial haben könnte, bestehende Geschlechterverhältnisse aufzubrechen.

Eine eindeutige Antwort können die Autorinnen nicht geben. Denn die Digitalisierung biete einerseits Potenziale für mehr Geschlechtergerechtigkeit, doch habe sie gleichzeitig ein Potenzial, um die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu verfestigen.

Im Detail beschäftigt sich das Arbeitspapier beispielsweise mit der Frage nach der Verbesserung der Work-Life Balance durch flexibles Arbeiten oder damit, ob selbstorganisierte Arbeit die besseren und gesünderen Arbeitsbedingungen bietet. Auch wird das Thema beleuchtet, wie sich der Arbeitsmarkt durch die Digitalisierung verändert.

Bei allen Unwägbarkeiten ist sicher, dass die Digitalisierung neue Weichen stellen wird. Jetzt kommt es darauf an, einen Weg zu finden, der allen Beschäftigten zu Gute kommen wird.

Das Arbeitspapier Nummer 311"Genderaspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt", März 2018, der Hans-Böckler-Stiftung steht als PDF-Datei zum Download parat.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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