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13.03.2018

Welt-Ungleichheitsbericht: Privatisierung in öffentlichen Bereichen vergrößert die soziale Kluft

Weltweit wird die Einkommensverteilung nicht gleicher, sondern ungleicher - allen Sonntagsreden zum Trotz. Deutschland ist von dieser negativen Entwicklung genauso betroffen wie USA, Russland oder China. Das geht aus dem ersten World Inequality Report einer renommierten Forschergruppe hervor.

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Die Einkommensunterschiede hierzulande sind groß: 40 Prozent des Gesamteinkommens gingen im Jahr 2013 auf die Konten von gerade einmal 10 Prozent der Einkommensbezieher. 50 Prozent der Bevölkerung konnten dagegen lediglich 17 Prozent des Gesamteinkommens unter sich aufteilen. Nach der Studie ist dieses Gefälle vergleichbar mit dem aus dem Jahr 1913. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts verfügten die Menschen der unteren Einkommenshälfte noch über rund ein Drittel des Gesamteinkommens

Die Gruppe um die Ökonomen Lucas Cancel und Thomas Piketty erklärt diese anhaltende Einkommensungleichheit mit der zunehmenden Privatisierung in öffentlichen Bereichen. Die Wirtschaftswissenschaftler konstatieren: "In den vergangenen Jahrzehnten sind die Länder reicher geworden, aber die Regierungen sind verarmt".

Folge davon ist, dass die Regierungen "weniger Spielraum zur Regulierung der Wirtschaft, zur Umverteilung von Einkommen und zur Bekämpfung der wachsenden Ungleichheit" besitzen, heißt es in dem Welt-Ungleichheitsbericht.

Maßnahmen gegen die wachsende Ungleichheit sind aus Sicht der Autoren höhere Besteuerungen der Einkommen und der Erbschaften. Außerdem wird ein weltweites Finanzregister vorgeschlagen, in dem die Eigentümer von Vermögenswerten erfasst werden sollten. Ziel sei, Steuerflucht und Geldwäsche einzudämmen.

Mehr über diese Studie steht auf der Webseite der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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