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28.02.2018

Mittelstands-Studie: Gut gerüstet für die Arbeitswelten 4.0

Mittelständische Unternehmen stehen bereits mit einem Bein in der Zukunft: Im Vergleich zu Großunternehmen punkten sie mit einem höheren Anteil von Frauen in Führungspositionen, integrieren verstärkt Flüchtlinge in die Belegschaft und zeigen sich gegenüber mobiler Arbeit zwar zurückhaltend, jedoch offen. Dieses Ergebnis präsentiert eine Studie des Consulting-Unternehmens Deloitte.

Der Veränderungsdruck in der Wirtschaft ist stark: Mit fortschreitender Digitalisierung ändert sich das Arbeitsumfeld und das Fachkräfteangebot wird knapper. Die Arbeitswelten 4.0 bewegen sich in Spannungsfeldern. Von welchen Spannungsfeldern der Mittelstand tangiert wird, haben Wissenschaftler der Hochschule Aalen und der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ermittelt.

Auf der Habenseite verbucht der erfolgreiche Mittelstand einen Anteil von rund 18 Prozent Frauen in mittleren Führungspositionen. In Großunternehmen liegt der Anteil mit 8 Prozent deutlich niedriger. Die Studie unterscheidet zudem zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Mittelständlern. Das interessante Ergebnis: Die erfolgreichen Unternehmen beschäftigen nicht nur im Management, sondern grundsätzlich mehr Frauen als die weniger erfolgreichen.

Künftig werden sich die Anforderungen an Führungskräfte durch neue Technologien und Kommunikationsformen verändern. Der Mittelstand wird davon ebenfalls betroffen sein. Die Konsequenz lautet: Das erfahrene Führungspersonal zu schulen und zu trainieren und bei Einstellungen von Führungskräften darauf zu achten, dass sie mit den neuen Tools nicht fremdeln.

Zukunftsorientiert zeigt sich der Mittelstand auch bereits bei der Integration von Flüchtlingen. Wissend um den zunehmenden Fachkräftemangel ist er bereit, in Menschen mit Sprachproblemen und fehlender Qualifikation zu investieren. Bis zum Jahr 2022 planen Mittelständler "bis zu 2,4 Prozent ihrer Stellen an Flüchtlinge zu vergeben", erläutert Professor Dr. Patrick Ulrich von der Hochschule Aalen die Weitsicht von Mittelständlern.

Mit Blick auf neue Arbeitsformen erkennen die Autoren der Studie keine bedrohlichen Auswirkungen für den Mittelstand. Schließlich sei die mittelständische Unternehmenskultur nicht nur traditionsorientiert, sondern offen und flexibel. Die Wissenschaftler raten, künftige Arbeitsformen wie Cloudworking oder Crowdworking so in den Betriebsalltag zu integrieren, dass sich langjährige Beschäftigte genauso wie neue Mitarbeiter damit identifizieren können.

Die zu erwartenden Veränderungen "haben tiefgreifende Auswirkungen auf die mittelständische Strategie, Struktur und Kultur bis hinunter auf den Arbeitsplatz", so das Fazit der Studie. Vor möglichen Veränderungen müsse freilich weder Mittelständlern noch Beschäftigten im Mittelstand bange werden - insbesondere dann nicht, wenn ein professionelles Change-Management den Wandel begleitet.

Die Studie "Future world of works - Arbeitswelten 4.0 im Mittelstand" steht auf der Deloitte-Webseite zum Download zur Verfügung.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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