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13.02.2018

DGB-Index Gute Arbeit Kompakt: Immer mehr Berufstätige verbinden Job und Pflegeaufgaben miteinander

Deutschland hat Rekordwerte bei der Lebenserwartung. Eine Folge davon: Mit zunehmender Lebenszeit wird die Gruppe der Pflegebedürftigen größer. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen ist von rund 2 Millionen im Jahr 1999 auf mehr als 3 Millionen 2017 gestiegen. Dieser Anstieg spiegelt sich auch in der Pflegeverantwortung von Berufstätigen: Jeder elfte Beschäftigte kümmert sich um eine pflegebedürftige Person. Dieses Ergebnis präsentiert eine Sonderauswertung aus dem DGB-Index Gute Arbeit 2017.

Die privaten Pflegeaufgaben sind meist recht undankbar: Anerkennung gibt es kaum und die Belastung ist hoch - insbesondere wenn die Pflegetätigkeit mit einer Berufstätigkeit zu vereinbaren ist. Das ist sie recht häufig: 9 Prozent aller Beschäftigten sind im Durchschnitt davon betroffen. Bei den Frauen liegt der Anteil mit 10 Prozent erwartungsgemäß etwas höher als bei den Männern (8 %).

Der zeitliche Aufwand liegt im Durchschnitt bei 13,3 Wochenstunden. Umgerechnet sind das bei einer täglichen Arbeitszeit von 8 Stunden 1,66 Arbeitstage pro Woche. Im Detail steigt die Pflegeverantwortung mit zunehmendem Alter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Jüngeren bis zum Alter von 29 Jahren kommen auf 6 Stunden je Woche. Diejenigen, die die Altersgrenze von 60 Jahren überschritten haben, leisten 18 Stunden in der Woche für die Pflege.

Von zeitlichen Vereinbarungsproblemen berichten 71 Prozent der Befragten. 29 Prozent haben sogar "sehr häufig" Probleme, Berufstätigkeit und Pflegeverantwortung unter einen Hut zu bringen.

Gäbe es eine Möglichkeit, die Situation der Berufstätigen mit Pflegeaufgaben zu verbessern, wollte die Gewerkschaft wissen und die Betroffenen antworteten mit einem klaren Ja. Für 61 Prozent wäre es hilfreich, wenn ihr Betrieb Auszeiten für Pflegeaufgaben anbieten würde. Von den Befragten kommen 5 Prozent bereits in den Genuss von möglichen Auszeiten.

Groß ist nach dieser Auswertung der Wunsch nach finanzieller Unterstützung durch den Arbeitgeber: Für 61 Prozent wäre das eine Verbesserung. Lediglich 1 Prozent der Befragten kann aktuell auf ein solches Angebot zurückgreifen.

Die Zusammenfassung der Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit Kompakt steht auf den Seiten der Gewerkschaft bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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