Nachrichten für Betriebsräte!

(c) photocrew / fotoliaUm mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu bleiben, gilt es für Betriebsräte, aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, Arbeits- & Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen zu verfolgen. BetriebsratsPraxis24.de bietet Euch/Ihnen daher täglich kostenlose und praxisnahe Nachrichten aus diesen Bereichen. So wird keine rechtliche Neuerung mehr verpasst und die Mitbestimmung im Betrieb bzw. Unternehmen erleichtert! Weitere Vorteile finden sich hier.

Aktuell, verlässlich, informativ: Unser kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Also: Am besten gleich anmelden.

Photo: "Newsletter" / © photocrew (fotolia)


12.02.2018

Gehaltserhöhungen: Lieber kleiner, aber dafür öfter

Mehr Gehalt - wer würde sich darüber nicht freuen? Die positive Wirkung einer Lohnerhöhung auf die Arbeitszufriedenheit ist aber nur von begrenzter Dauer: Spätestens nach vier Jahren ist sie so gut wie dahin. Das zeigt eine Studie der Universität Basel. Die Forscher raten, Erhöhungen besser klein und regelmäßig zu gewähren, um die Mitarbeiter langfristig zu motivieren.

Basis der Analyse waren knapp 33.500 Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel, einer repräsentativen Langzeit-Studie in Deutschland. Wenig verwunderlich war, dass die Arbeitszufriedenheit nach Lohnerhöhungen durchwegs zunahm. Eher schon, dass auch soziale Vergleiche Einfluss darauf hatten: Die Zufriedenheit stieg zusätzlich, wenn vergleichbare Arbeitnehmer in der gleichen Zeit eine geringere Lohnerhöhung erhielten.

Auch konnte gezeigt werden, dass Vorfreude eine der schönsten Freuden ist. Die Probanden wiesen bereits ein Jahr vor einer Lohnerhöhung steigende Werte bei der Arbeitszufriedenheit auf - in positiver Erwartung. Insgesamt aber ließ die Wirkung innerhalb von vier Jahren nach der Erhöhung fast vollständig nach, berichten die Forscher weiter. Ein Grund dafür ist, dass Menschen ihr Einkommen auch in Bezug zu ihrem bisherigen Gehalt bewerten. Ein weiterer, dass mit der Zeit ein Gewöhnungseffekt einsetzt, "sodass ein höheres Salär den neuen Ausgangspunkt für zukünftige Vergleiche bildet".

Soziale Vergleiche spielen auch bei Lohnkürzungen eine Rolle, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Negative Reaktionen darauf waren ebenfalls zeitlich begrenzt. Das kann unter anderem damit erklärt werden, dass bei den meisten Lohnkürzungen nicht nur einzelne Arbeitnehmer, sondern auch Kolleginnen und Kollegen betroffen sind.

Lohnerhöhungen sollten regelmäßig erfolgen und mit Beförderungen einhergehen, folgern die Wissenschaftler. Auch weitere Forschungsergebnisse aus der experimentellen Ökonomie deuteten darauf hin, dass kleine und häufige Lohnerhöhungen langfristig motivierender sind als gleichwertige, aber seltenere und höhere.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht | Copyright © 2018 Wolters Kluwer Deutschland GmbH


Luchterhand Fachverlag Logo
UAN_nv_1409
/fachwissen/