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21.12.2017

WSI-Studie über Rentenansprüche: Große Lücke klafft zwischen den Geschlechtern

Im Lebensalltag ist Geschlechtergerechtigkeit weniger Realität denn Wunschdenken: Artikel 3 des Grundgesetzes zum Trotz stehen sich Frauen im Alter finanziell deutlich schlechter als Männer. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Rentenansprüche von Frauen und Männern.

Die Frauen haben gleich ein dreifaches Nachsehen: bei der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Altersversorgung und bei der privaten Altersversorgung. Dieser so genannte Gender Pension Gap beträgt 53 Prozent, wie die Analyse des WSI in der Hans-Böckler-Stiftung ergeben hat. Im Klartext heißt das: Die Rentenbezüge der Männer toppen die der Frauen um mehr als das Doppelte.

Nach Angaben der Autoren nimmt Deutschland mit dieser Rentenlücke zwischen den Geschlechtern im europäischen Vergleich den vorletzten Platz ein. Noch etwas größer ist die Differenz der Rentenbezüge zwischen den Geschlechtern nur noch in Luxemburg.

Wie groß die Unterschiede in Euro und Cent im Rentenalter zwischen Männern und Frauen sind, zeigen die durchschnittlichen Monatsbezüge. Im Jahr 2015 konnten sich die Männer über 1.154 Euro aus der gesetzlichen Rentenversicherung freuen. Die Frauen mussten sich mit 634 Euro bescheiden. Erhöht wurde die Rente der Männer um 593 Euro (Frauen: 240 Euro) aus der betrieblichen Altersversorgung und um 485 Euro (Frauen: 311 Euro) aus der privaten Vorsorge.

Die Erklärung der Wissenschaftler für diese gravierenden Unterschiede ist naheliegend und ist in der traditionellen Arbeitsteilung begründet: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit und werden zudem für gleiche Arbeit oft schlechter bezahlt. Auch kommen die Männer auf deutlich mehr Rentenjahre als die Frauen.

Der WSI Report Nr. 38, Dezember 2017, "Alterseinkommen von Frauen und Männern" von Alexandra Wagner, Christina Klenner und Peter Sopp steht hier zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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