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10.11.2017

Tarifrunde: IG Metall fordert Wahloption zur Arbeitszeitverkürzung und 6 Prozent mehr Gehalt

Die IG Metall fordert in den Mitte November startenden Tarifverhandlungen sechs Prozent mehr Entgelt und eine Wahloption für kürzere Arbeitszeit. Die Tarifverträge sowie die Friedenspflicht für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie laufen am 31. Dezember 2017 aus. Begründet werden die Forderungen mit der guten wirtschaftlichen Lage.

Geht es nach dem Gewerkschaftsvorstand, sollen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen für eine Laufzeit von zwölf Monaten um sechs Prozent erhöht werden. Zudem will er einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen.

"Diese Forderung trägt der hervorragenden wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung", sagte der Vorsitzende Jörg Hofmann. Zudem stärke sie die Binnennachfrage und leiste damit einen Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur. Bezüglich der Wahloption bei der Arbeitszeit gehe es um mehr Selbstbestimmung: "Die Flexibilisierung der Arbeitszeit in den Betrieben darf nicht weiter einseitig zu Lasten der Beschäftigten gehen, sie muss ihnen auch nutzen."

Konkret wird gefordert, dass die Beschäftigten ihre regelmäßige Arbeitszeit ohne Begründungszwang für zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche reduzieren können. Danach besteht der Anspruch, auf die ursprüngliche Arbeitszeit zurückzukehren. Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit zur Kinderbetreuung im Haushalt oder zur Pflege von Familienangehörigen um mindestens 3,5 Stunden verkürzen, sollen zudem einen Zuschuss von 200 Euro erhalten. Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Arbeitszeitmodellen, die ihre Jahresarbeitszeit senken, sollen einen Entgeltzuschuss von 750 Euro pro Jahr erhalten.

Des Weiteren will sich die IG Metall in den Verhandlungen auch für einen bezahlten freien Tag je Prüfung für Auszubildende und dual Studierende zur Vorbereitung einsetzen. In den ostdeutschen Bundesländern will sie zudem eine "belastbare Verhandlungsverpflichtung" für einen Prozess zur Angleichung der Entgelte, Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen erreichen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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