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26.10.2017

"Mitbestimmungsflucht" in der Kritik

Ein rotes Tuch ist manchen Unternehmenseigentümern und Managern das Mitbestimmungsgesetz. Diese Haltung hat nicht selten Folgen, ein Beispiel ist der Gesundheitsdienstleister Phoenix in Mannheim: In dessen Aufsichtsrat sind keine Arbeitnehmervertreter zu finden. Für die EBR-News ist dies "Mitbestimmungsflucht von Mannheim über Liechtenstein nach Europa".

Die Ursprünge des Unternehmens Phoenix liegen im Jahr 1994. Damals kaufte die Unternehmerfamilie Merckle hierzulande fünf regionale Pharmagroßhändler auf, expandierte anschließend europaweit und beschäftigt heute als Phoenix Pharma SE in 26 Ländern insgesamt 34.000 Beschäftigte, rund 4.400 davon in Deutschland. Rund 2.000 Apotheken in 13 Ländern gehören ebenfalls zu dem Unternehmen.

Wie sich das Unternehmen Phoenix der Mitbestimmung entziehen konnte, beschreibt der Newsletter Nr. 3/2017 der Europäischen Betriebsräte (EBR): "Zunächst sicherte die Wahl der Rechtsform, dass das Unternehmen nicht unter das Mitbestimmungsgesetz fiel". Um weiterhin der Mitbestimmung zu entgehen, wurde der Komplementär 2014 nach Liechtenstein verlegt, so die EBR-News.

Eine Rückkehr des Unternehmens nach Mannheim sei über die Rechtsform der Europäischen Gesellschaft (SE) möglich geworden: Im August 2016 wurde eine arbeitnehmerlose SE gegründet, "die am 7. April 2017 zur neuen Obergesellschaft von Phoenix wurde". Folge davon ist ein Aufsichtsrat, der frei ist von Arbeitnehmern.

Ein SE-Betriebsrat wird den Europäischen Betriebsrat ersetzen. Der SE-Betriebsrat setzt sich aus 35 Mitgliedern aus 19 Ländern zusammen. Die größten Länder - Deutschland, das Vereinigte Königsreich, die Niederlande und Norwegen - haben je vier Mandate.

In den EBR-News Nr. 3/2017 können Sie mehr lesen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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