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12.10.2017

FES-Studie: Reform der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung wäre vorteilhaft und bezahlbar

Was wäre, wenn die Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung weiterentwickelt werden würde: Wäre dies überhaupt bezahlbar, hätten Beschäftigte und Gesellschaft einen Nutzen davon? Rundum positiv beantwortet eine von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) beauftragte Studie diese und ähnliche Fragen.

Der Arbeitsmarkt verändert sich in immer kürzeren Abständen. Doch die Arbeitslosenversicherung, die in diesem Jahr ihr 90. Jubiläum begeht, hält mit den Neuerungen kaum Schritt. Im Gegenteil, immer weniger Arbeitssuchende haben Anspruch auf entsprechende Versicherungsleistungen.

"Der Abdeckungsgrad der Arbeitslosenversicherung ist in den letzten Jahren deutlich gesunken", heißt es in der Forschungsarbeit. Nur noch ein Drittel der Erwerbslosen hätte Ansprüche an diese Versicherung. Aus Sicht der Wissenschaftler ist das Grund genug, die Arbeitslosenversicherung auf den Prüfstand zu stellen.

Eine Arbeitsversicherung soll anders als die gegenwärtige Arbeitslosenversicherung vielfältige Risiken "für alle Beschäftigten im Erwerbsleben angemessen" absichern. Auch soll eine Arbeitsversicherung Unterstützung bei beruflichen Um- und Neuorientierungen geben oder individuelle Gestaltungsoptionen und Entscheidungsmöglichkeiten erweitern. Das klingt zukunftsorientiert und deutlich moderner als die angegraute Idee der Arbeitslosenversicherung.

Die Studie, die beim Wirtschaftsforschungsinstitut WiFOR in Darmstadt in Auftrag gegeben wurde, hat die Finanzierbarkeit einer Arbeitsversicherung unter dem Aspekt von Kosten und Nutzen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis spricht für eine Arbeitsversicherung. Nach den Berechnungen der Darmstädter würde durch eine Arbeitsversicherung die Weiterbildungsbeteiligung der Erwerbstätigen von gegenwärtig 21,7 Prozent auf rund 36 Prozent ansteigen. Kosten für den Steuerzahler würden unterm Strich nicht entstehen. Im Gegenteil. Das Fazit der Studie lautet: "Eine investive und fördernde Ausweitung der Arbeitsmarktpolitik im Rahmen einer proaktiven Arbeitsversicherung wäre unter realistischen Annahmen also mit einem Einnahmeüberschuss verbunden".

Bei allen positiven Ergebnissen verweisen die Wissenschaftler darauf, dass weiterer Forschungsbedarf rund um die Auswirkungen einer Arbeitsversicherung erforderlich ist.

Die Studie "Umsetzung, Kosten und Wirkung einer Arbeitsversicherung" kann hier als PDF-Datei von der Webseite der FES heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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