Nachrichten für Betriebsräte!

(c) photocrew / fotoliaUm mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe zu bleiben, gilt es für Betriebsräte, aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht, Arbeits- & Gesundheitsschutz und in anderen Bereichen zu verfolgen. BetriebsratsPraxis24.de bietet Euch/Ihnen daher täglich kostenlose und praxisnahe Nachrichten aus diesen Bereichen. So wird keine rechtliche Neuerung mehr verpasst und die Mitbestimmung im Betrieb bzw. Unternehmen erleichtert! Weitere Vorteile finden sich hier.

Aktuell, verlässlich, informativ: Unser kostenloser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Also: Am besten gleich anmelden.

Photo: "Newsletter" / © photocrew (fotolia)


11.08.2017

Vorsicht, Stolperfalle: Fußböden am Arbeitsplatz sicherer gestalten

Nicht Maschinen oder Gerüste, sondern der Fußboden und Stolperfallen im Büro oder der Werkhalle verursachen in Deutschland mit Abstand die meisten Arbeitsunfälle und Ausfallkosten von 8 Milliarden Euro pro Jahr. Darauf weist der DGB hin. Wirksam vermieden werden können solche SRS-Unfälle (Stolpern, Rutschen, Stürzen) meist mit kleinen baulichen Veränderungen.

Arbeitsunfälle, die schlicht und einfach beim Gehen oder Laufen passieren, machten laut Deutscher Gesetzlicher Unfallversicherung (DGUV) 30,8 Prozent aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle aus. Obwohl er "eigentlich gar nicht gefährlich" wirke, sei der Fußboden Hauptursache für sie: 15,8 Prozent aller Arbeitsunfälle sind solche, bei denen Arbeitnehmer auf unebenem Fußboden oder über Hindernisse am Boden gestolpert, ausgerutscht oder gestürzt sind.

Der Schaden kann immens sein und sogar das Leben kosten: Immerhin 4,0 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle gehen auf einen Unfall zurück, der mit dem Fußboden zusammenhängt, berichtet der DGB weiter. Damit steht er in der Unglücksrangliste noch vor Treppen und Leitern (3,9 Prozent), Gabelstaplern und ähnlichen Fahrzeugen (3,3 Prozent) sowie Gerüsten (2,7 Prozent).

Weitere Gefahrenquellen sind Türschwellen, Treppen oder herumliegende Kabel. Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) empfiehlt, sie mit baulichen Lösungen zu beheben. Dazu zählen die Vermeidung von unterschiedlichen Fußbodenhöhen, der Verzicht auf Türschwellen und die Nutzung von Kabelschächten oder -kanälen sowie Kabelbrücken. Die Verwendung von Schmutzmatten in Eingangsbereichen ist ebenfalls ratsam.

Auch, wenn keine baulichen Maßnahmen möglich sind, können Arbeitgeber die Trittsicherheit erhöhen. Sinnvolle Maßnahmen sind die Kennzeichnung von Gefahrenquellen mit Warnhinweisen, das Abstumpfen von glatten Fußböden und die Vermeidung von wetterbedingter Glätte, etwa durch einen Winterdienst.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

AGB | Datenschutz | Impressum | Leistungsschutzrecht | Copyright © 2017 Wolters Kluwer Deutschland GmbH


Luchterhand Fachverlag Logo
UAN_nv_1409
/fachwissen/