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19.05.2017

Runder Tisch zu psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt - DGB drängt auf schnelle Lösungen

Die Ergebnisse einer Studie zu psychischer Gesundheit in der Arbeitswelt liefern die Basis für einen Dialogprozess, aus dem Folgerungen für die Gestaltung einer gesundheitsgerechten Arbeitswelt gezogen werden sollen. Der DGB ist einer der Dialogpartner, machte aber schon klar, dass er auf schnelle und konkrete Ergebnisse drängt: Der Runde Tisch dürfe nicht "zur langen Bank" werden.

Weitere Teilnehmer sind das Bundesarbeitsministerium (BMAS), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Durch die Digitalisierung könnten sich Risiken für psychische Erkrankungen weiter verstärken, sagte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zum Auftakt: "Die Studie der BAuA zeigt uns, dass es das eine Patentrezept nicht gibt." Nötig sei ein Arbeitsschutz, der neue Risiken einbeziehe und bei psychischen Erkrankungen funktioniere. Bis Ende 2018 sollen gemeinsam "klar evaluier- und messbare Ziele" vereinbart werden.

Der Runde Tisch wird durch einen Steuerkreis, dem auch Entscheidungsträger der Branchenverbände und Einzelgewerkschaften angehören, begleitet. Darüber hinaus sollen "weitere Gestaltungspartner zur Sicherung der psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt, vor allem Unfall- und weitere Sozialversicherungsträger" einbezogen werden.

Der BAuA-Bericht belege den Zusammenhang zwischen hoher Arbeitsintensität und gesundheitlichen Beeinträchtigungen klar, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Eine Beschäftigtenbefragung der Gewerkschaft habe zudem gezeigt, dass Digitalisierung nicht automatisch entlastet: Bislang führe sie "für mehr als die Hälfte der Beschäftigten zu mehr Arbeitsstress".

Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften unterstützten den Runden Tisch und beteiligten sich daran - unter der Maßgabe, dass die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu arbeitsbedingten psychischen Belastungen "schnellstens - spätestens bis Ende 2018 - in wirksame Schritte für die Gesundheit der Beschäftigten umgesetzt werden". Man halte außerdem nach wie vor eine Anti-Stress-Verordnung für notwendig.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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