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21.04.2017

Sind Wegeunfälle mit Inline-Skates und Co. unfallversichert?

Das Auto oder der ÖPNV ist für viele Beschäftigte das Verkehrsmittel der Wahl für den Arbeitsweg. Wie allerdings sieht es mit ausgefalleneren Möglichkeiten der Fortbewegung wie Inlineskates oder E-Roller aus, die zunehmend in Mode kommen? Der Arbeitgeber darf das nicht verbieten, hebt der TÜV Thüringen hervor. Es gilt allerdings, einige Regeln zu beachten.

Die Wahl des Verkehrsmittels steht dem Arbeitnehmer grundsätzlich frei - auf dem Weg zur Arbeit und zurück steht er generell unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Bei einem Wegeunfall wäre er damit "vollumfänglich abgesichert", heißt es beim TÜV Thüringen. Das gilt auch für Freizeit-Sportgeräte. Die Berufsgenossenschaften verweisen allerdings darauf, dass sich der Arbeitsweg - und damit der Versicherungsschutz - nur auf den unmittelbaren Weg zur und von der Arbeit bezieht. Dieser beginne und ende jeweils an der Außentür des Wohnhauses.

Wer mit seinen Inline-Skates noch eine Runde durch den Park dreht oder mit Cross-Skates einen Umweg durch ein nahegelegenes Waldstück macht, tut zwar etwas für seine Fitness. Bei einem Sturz riskiert man damit aber seinen gesetzlichen Versicherungsschutz, denn solche Extra-Strecken zählen nicht mehr zum Arbeitsweg.

"Bei den Versicherern heißt das: Auf Umwegen und Abwegen, die aus eigenwirtschaftlichen Gründen in Kauf genommen werden, also den persönlichen Interessen dienen, besteht grundsätzlich kein Versicherungsschutz", erklärt der TÜV. Ein solcher Umweg könne bereits das Einkaufen nach der Arbeit im Supermarkt um die Ecke sein. Nur in wenigen Ausnahmen seien Um- und Abwege mitversichert - etwa, wenn der Arbeitnehmer einen Weg wählt, um seine Kinder während der Arbeitszeit unterzubringen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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