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10.03.2017

Studie: Erzwungene Aufgabenwechsel machen flexibler

Ein häufiger erzwungener Wechsel von Aufgaben erhöht die Flexibilität. Das zeigt eine Studie von Professor Dr. Gesine Dreisbach und Dr. Kerstin Fröber vom Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Regensburg. Aus den Ergebnissen lassen sich möglicherweise Folgerungen für die Gestaltung von Arbeitsumgebungen ableiten, die je nach Zielsetzung eher die Flexibilität oder die Stabilität fördern.

Die Forschung spricht von einem Flexibilitäts-Stabilitäts-Dilemma, dem alle Lebewesen in einer sich ständig verändernden Umwelt ausgesetzt sind, erklären die Wissenschaftler: Einerseits müssen sie ihre Handlungen gegenüber Störeinflüssen abschirmen, um ihre Ziele aufrechtzuerhalten. Andererseits müssen sie aber auch fähig sein, diese in Reaktion auf wichtige Veränderungen anzupassen. Wer ein Ziel erreichen wolle, müsse das richtige Gleichgewicht zwischen Stabilität und Flexibilität finden.

In der Studie wurden beide Faktoren auf die Probe gestellt. Die Probanden sollten abwechselnd eine Buchstaben- oder eine Zahlenaufgabe am Computer bearbeiten. Manche davon waren vorgegeben, bei anderen konnten die Teilnehmenden wählen, welche der beiden Aufgaben sie ausführen wollten.

Es stellte sich heraus, dass ein häufiger erzwungener Wechsel der Aufgaben zu größerer Flexibilität bei freiwilliger Aufgabenwahl führt: Je öfter eine Versuchsperson gezwungen war zu wechseln, desto öfter wechselte sie auch freiwillig. Die Forscher leiten daraus ab, dass erzwungene Flexibilität generell die Flexibilität erhöht. Eine mögliche Erklärung dafür könnte sein, dass die Aufgaben im Arbeitsgedächtnis durch den häufigen Aufgabenwechsel weniger stark gegeneinander abgeschirmt werden.

Das Ergebnis der Studie sei insofern bemerkenswert, dass Versuchspersonen beim freiwilligen Aufgabenwechsel typischerweise eine starke Tendenz zu Aufgabenwiederholungen haben, weil sie zu einer gewissen Verhaltensträgheit neigen. Für die Praxis ließen sich eventuell Implikationen für die Gestaltung von Arbeitsumgebungen ableiten, schreiben die Psychologen weiter. Auf eine allgemeine Formel gebracht ließe sich sagen: "Keep flexible - keep switching".

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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