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25.08.2016

Studie: Verlust des Arbeitsplatzes beeinträchtigt dauerhaft die Lebenszufriedenheit

Der Verlust des Jobs wirkt nachhaltig negativ auf die Lebenszufriedenheit: Mit der Arbeitslosigkeit verringert sich die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben und erreicht auch nicht mehr das vorherige Niveau. Das zeigt die wissenschaftliche Analyse einer Langzeitstudie.

Die Gefühlslagen von arbeitslosen Frauen und Männern standen im Mittelpunkt einer Untersuchung von Berliner Wissenschaftlern auf Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP). Unter die Lupe genommen wurden Veränderungen in der Lebenszufriedenheit und im emotionalen Wohlbefinden vor und nach einem Verlust des Arbeitsplatzes.

Als Lebenszufriedenheit haben die Berliner Forscher "die kognitiven Bestandteile des Wohlbefindens, also resümierende Bewertungen der jeweiligen derzeitigen Verfassung" definiert. Das emotionale Wohlbefinden setzt sich aus den vier Emotionen Angst, Ärger, Traurigkeit und Glück zusammen und zeigt die aktuelle Gefühlslage.

Herauskristallisiert hat sich, dass Jobverlust und Abnahme der Lebenszufriedenzufriedenheit eng und dauerhaft zusammenhängen. Gezeigt hat sich auch, dass "Arbeitslose langfristig deutlich häufiger Traurigkeit und Freudlosigkeit empfinden". Das Gefühl der Angst verstärkt sich ebenfalls bei den Arbeitslosen - wenn auch kurzfristig und unabhängig von ihrer Persönlichkeit.

Warum es wichtig ist, mehr über die Gefühle zu erfahren, die die Arbeitslosigkeit begleiten, erklärt Christian von Scheve, Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin: "Die Emotionen beeinflussen nicht nur das Befinden, sondern auch das Denken und Handeln der Betroffenen".

Die Studie "The Emotional Timeline of Unemployment: Anticipation, Reaction, and Adaptation" von Scheve, Christian, Esche, Frederike & Schupp, Jürgen wurde 2016 veröffentlicht im Journal of Happiness Studies (Online First) und steht hier zum kostenpflichtigen Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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