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18.08.2016

DGB-Jugend fordert Verbesserungen beim Mindestlohn für Praktika

Der Mindestlohn trägt zur Verbesserung der Qualität von Praktika bei. Trotzdem sind sie nach wie vor anfällig für Missbrauch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der DGB-Jugend rund anderthalb Jahre nach Einführung der flächendeckenden Lohnuntergrenze. Allerdings sind drei Viertel der jährlich rund 60.000 Praktika in Deutschland ohnehin vom Mindestlohn ausgenommen.

Dies sind in der Regel Pflichtpraktika, die im Rahmen des Studiums stattfinden. Die finanzielle Situation der Praktikanten habe sich aber seit der Einführung des Mindestlohns verbessert, schreibt die DGB-Jugend. Vorher hätten sie im Schnitt weniger als 800 Euro brutto im Monat erhalten, was einem Stundenlohn von etwa 4,61 Euro entspricht.

Jedoch kommt die Studie, die auf zwei empirischen Untersuchungen beruht, auch zu dem Ergebnis, dass Arbeitgeber "sehr kreativ" seien, wenn es darum gehe, den Mindestlohn bei einem Praktikum zu umgehen. So würden beispielsweise freiwillige Praktika als Pflichtpraktika deklariertussball1997! oder bei der Arbeitszeit und der Anrechnung von Sachleistungen auf das Praktikumsentgelt getrickst.

Die Folge sei, dass sich mehr als 78 Prozent aller Praktikanten Sorgen um ihre wirtschaftliche Situation machten. Zudem klagen viele von ihnen über hohe psychische Belastungen. Daher fordert die Gewerkschaftsjugend, die Ausnahmen beim Mindestlohn "gerade für freiwillige Praktika" zu schließen. Zudem plädiert sie für eine generelle Einführung eines Mindestentgelts für Pflichtpraktika analog zum jeweiligen BAföG-Höchstsatz.

Ein Praktikum sei ein Lernverhältnis, kommentiert DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller die Studienergebnisse: "Deshalb muss in Zukunft mehr auf die Qualität im Praktikum geschaut werden, wie zum Beispiel eine qualitativ hochwertige Betreuung und die Einhaltung des verabredeten Praktikumsvertrags."

Die Studie der DGB-Jugend kann hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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