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17.06.2016

Psychischen Belastungen am Arbeitsplatz frühzeitig entgegenwirken

Zeit- und Leistungsdruck, Multitasking und ständige Unterbrechungen zählen nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu den Auslösern für psychische Belastungen bei der Arbeit. Wie solche Stressfaktoren minimiert und einem Erschöpfungssyndrom vorgebeugt werden kann, erklärt der TÜV Rheinland. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind zum Handeln aufgefordert.

Psychische Belastungen bei der Arbeit gehen nicht nur von der Arbeitsaufgabe aus, berichtet Iris Dohmen, Betriebspsychologin beim TÜV Rheinland. Auch ein flimmernder Bildschirm, Lärm, eine unzureichende Beleuchtung oder ein ungünstig eingerichteter Arbeitsplatz wirke sich negativ auf die Mitarbeiter aus. Was die Arbeitsorganisation betrifft, gehörten stoßweises Arbeitsaufkommen oder ungünstige Abläufe zu den häufigsten Stressoren.

Um das Wohlbefinden zu steigern, eigneten sich beispielsweise Gestaltungsspielräume wie die selbstständige Einteilung und Planung der Arbeit. Auch die Hilfe von Kollegen und Vorgesetzten wirke entlastend. "Ob diese positiven Aspekte zum Tragen kommen, hängt unter anderem vom Führungsverhalten der Vorgesetzten und der Unternehmenskultur ab", so Dohmen weiter. Positiv seien ein von Wertschätzung und Vertrauen geprägtes Betriebsklima sowie eine konstruktive Kritik-, Fehler- und Konfliktkultur.

Bei einem Erschöpfungssyndrom spiele jedoch oftmals auch die Einstellung des Arbeitnehmers eine entscheidende Rolle. Vor allem sehr leistungsorientierte Menschen seien gefährdet: "Für die Betroffenen ist es wichtig, ihr Verhalten und die Ansprüche an sich selbst zu überdenken". Ausreichend Zeit für Sport, soziale Kontakte und Hobbys seien wichtig, damit die Motivation und Leistungsfähigkeit langfristig erhalten bleibe.

"Viele Arbeitgeber haben die Bedeutung der psychischen Belastungen für die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens erkannt", konstatiert die Psychologin. Sie sähen die seit 2013 vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen als Chance für den Einstieg in ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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