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11.04.2016

Mehrheit der Beschäftigten in Kitas arbeitet in Teilzeit

Teilzeit-Arbeit ist in Kitas eher die Regel als eine Ausnahme. Wie aus einer Auswertung des Fachkräftebarometers Frühe Bildung hervorgeht, arbeiteten 2015 fast zwei Drittel des Personals weniger als 38,5 Stunden pro Woche. 1998 war es lediglich die Hälfte. Die Zunahme ist jedoch nicht zu Lasten von Vollzeitverträgen gegangen, sondern vorwiegend auf einen Personalausbau zurückzuführen.

Insgesamt arbeiteten 26 Prozent der Beschäftigten in Kitas im vergangenen Jahr zwischen 21 und 32 Stunden, weitere 16 Prozent weniger. Rund 18 Prozent hatten sogenannte vollzeitnahe Stellen mit einem Pensum zwischen 32 und unter 38,5 Stunden. In Ostdeutschland ist der vollzeitnahe Bereich deutlich stärker ausgeprägt, während im Westen mehr Arbeitnehmer unter 21 Stunden in Kitas beschäftigt sind, heißt es bei der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) weiter.

Die Teilzeitarbeitsplätze sind vor allem durch einen stetigen Personalausbau entstanden. Zwischen 1998 und 2015 ist zwar auch die Anzahl von Vollzeitstellen um 28 Prozent auf 223.000 gestiegen. Zeitgleich hat sich jedoch die Anzahl der Teilzeitjobs um 109 Prozent auf rund 332.000 mehr als verdoppelt. "Der überproportionale Anstieg lässt sich für alle Formen der Teilzeit beobachten, insbesondere für Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden (+183%)", berichtet die WiFF.

Auffällig, aber kaum überraschend ist, dass die große Bedeutung der Teilzeit mit dem hohen Anteil der Frauen im Arbeitsfeld Kita zusammenhängt - er beträgt 95 Prozent. Sie entschieden sich oftmals für einen reduzierten Stellenumfang, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Dies lege zumindest der Mikrozensus 2013 nahe: Hier gaben lediglich 14 Prozent der Erwerbstätigen mit weniger als 32 Stunden Arbeitszeit pro Woche in der Frühen Bildung an, keine Vollzeitstelle zu finden. Häufiger wurden als Gründe die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen (31 Prozent) sowie sonstige persönliche und familiäre Verpflichtungen (24 Prozent) genannt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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