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28.01.2016

Arbeit und Digitalisierung: Geregelte Arbeitszeiten sind zunehmend perdu

Eine Arbeitszeitbefragung bestätigt die alltägliche Wahrnehmung vieler Beschäftigten: Smartphone & Co verändern die Arbeitswelt - und nicht unbedingt nur zum Positiven. Auf einen kurzen Nenner gebracht lautet das Ergebnis der Umfrage unter berufstätigen Studierenden: Die Digitalisierung hat extreme Auswirkungen auf die zeitliche Flexibilität und beinahe keine auf die räumliche Flexibilität.

Die mobilen Endgeräte haben es noch nicht geschafft, den klassischen Büroarbeitsplatz auf einen hinteren oder gar mittleren Platz zu verweisen. Im Gegenteil: Bezogen auf den Arbeitsplatz bleibt Mobilität derzeit noch eine Schimäre - allen Verbalbekundungen zum Trotz. Lediglich 14,2 Prozent der Befragten arbeiten mehr als zehn Stunden wöchentlich an anderen Orten als an ihrem Arbeitsplatz.

Einen Siegeszug angetreten hat dagegen die zeitliche Flexibilität: Rund ein Sechstel (16,2 %) der Befragten ist sogar rund um die Uhr erreichbar. Und knapp die Hälfte der berufstätigen Frauen und Männer gibt an, dass sich bei ihnen Arbeits- und Privatleben zeitlich oft oder sehr oft vermischen.

Die digitalen Geräte werden von einem guten Fünftel (20,8 %) schon vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend genutzt, rund ein Achtel stehen auch jeweils am Wochenende (13,4 %) oder im Urlaub (12,2 %) auf Du und Du mit dem Job. Die Digitalisierung macht es möglich.

Professor Dr. Ulrike Hellert, Direktorin des Instituts für Arbeit & Personal der FOM Hochschule und federführend bei der Arbeitszeitbefragung, macht auf die gesundheitlichen und psychischen Folgen dieser Entwicklung aufmerksam. Sie empfiehlt Unternehmen, verbindliche Regeln für die zeitliche Erreichbarkeit zu schaffen. Denn ein Arbeitsleben ohne klare Anfangszeiten und Endzeiten der täglichen Erreichbarkeit kann krank machen.

Die Häufigkeitsdiagramme der FOM Arbeitszeitbefragung 2015 stehen als PDF-Datei hier zum Download bereit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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