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29.01.2016

Krankheitskosten können steuerlich geltend gemacht werden

Krankheitskosten sind grundsätzlich außergewöhnliche Belastungen und können als solche einkommenssteuerrechtlich angesetzt werden. Darauf weist der Steuerberaterverband Thüringen anlässlich zweier aktueller Urteile des Bundesfinanzhofes (BFH) hin. Die Ausgaben mindern die Steuerlast jedoch erst, wenn eine zumutbare Belastungsgrenze überschritten wird. Diese ist individuell unterschiedlich.

Unter Krankheitskosten werden den Steuerberatern zufolge Aufwendungen verstanden, mit denen "ein Steuerpflichtiger zwangsläufig im Gegensatz zur überwiegenden Mehrzahl ähnlich situierter Steuerpflichtiger konfrontiert ist". Dies seien beispielsweise Kosten für Krücken, Sehhilfen oder andere medizinische Hilfsmittel sowie die Zuzahlung von Medikamenten. Bei Kindern fielen zudem oft Zuzahlungen zu Zahnspangen an.

Solche Ausgaben seien grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen zu werten, die die Steuerlast mindern - dies jedoch erst, wenn die jeweils zumutbare Belastungsgrenze überschritten wurde. Sie ist nicht einheitlich, sondern richtet sich nach dem Einkommen und Familienstand. Im Zweifelsfall sollte Expertenrat eingeholt werden, rät der Steuerberaterverband.

Prävention ist ebenfalls empfehlenswert: In den beiden Entscheidungen stellte der BFH die Verfassungsmäßigkeit des Eigenanteils fest (BFH, 02.09.2015 - VI R 32/13 bzw. VI R 33/13). Insofern lohnt es sich nicht nur aus gesundheitlichen, sondern auch aus finanziellen Gründen, auf eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung zu achten.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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