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10.06.2015

ver.di und BMAS wollen Beschäftigtendatenschutz und Rückkehrrecht nach Teilzeit vorantreiben

Die zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Obwohl die sog. Arbeit 4.0 in einzelnen Branchen unterschiedlich schnell Einzug hält, besteht die "zentrale Herausforderung der kommenden Jahre" nach Ansicht des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) und der Gewerkschaft ver.di darin, "die Risiken des digitalen Umbruchs zu bewältigen und die Chancen auszuschöpfen, damit gute Arbeit und gute Dienstleistungen geschaffen werden". So heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am heutigen Mittwoch am Rande der ver.di-Digitalisierungskonferenz veröffentlicht wurde.

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Da Technik dabei helfen könne, "Arbeit und Lebensqualität zu verbessern", es zugleich aber auch ermögliche, "Menschen zunehmend zu überwachen", sei es "eine politische Gestaltungsaufgabe", den Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt zu begegnen. Dies zumal Digitalisierung prinzipiell auch "zu mehr prekärer Beschäftigung, wachsender Arbeitsbelastung und hohen Beschäftigungsverlusten führen" könne.

In der Erklärung setzen Ministerium und Gewerkschaft daher u.a. dafür ein, dass ein "zeitgemäßer Beschäftigtendatenschutz" geschaffen wird. Das deckt sich mit Aussagen aus dem Koalitionsvertrag, in dem die Bundesregierung "eine nationale Regelung zum Beschäftigtendatenschutz" für den Fall angekündigt hatte, dass die Verhandlungen über eine Europäische Datenschutzgrundverordnung "nicht in angemessener Zeit" zu einem Ergebnis führen.

Da ver.di und BMAS davon ausgehen, dass Arbeit 4.0 "räumlich, zeitlich und organisatorisch entgrenzter sein" wird, finden sich in dem Papier zudem Forderungen nach einer "zukunftsfähigen Arbeitszeitgestaltung". Konkret genannt werden u.a. die "Realisierung des im Koalitionsvertrag verabredeten Rechts, nach einer Teilzeitbeschäftigung auf die frühere Arbeitszeit zurückzukehren" sowie eine Ausweitung der soziale Sicherung von Selbstständigen, deren Anzahl womöglich zunehmen könne.

Die vollständige Erklärung finden Sie auf den Internet-Seiten von ver.di.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Frank Strankmann.

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