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26.05.2015

Arbeitsschutz kommt für atypisch Beschäftigte laut Studie oft zu kurz

Sind Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz hierzulande für alle Arbeitnehmer selbstverständlich? Wer das bejaht, irrt: Denn atypisch Beschäftigte werden keineswegs immer von der klassischen Arbeitssicherheit erfasst. Darauf macht jetzt eine Analyse der Universitäten Trier und Jena aufmerksam.

Nicht alle Beschäftigten profitieren von den Verbesserungen im Arbeitsschutz und im Gesundheitsschutz, die es in den letzten Jahren gegeben hat. Werkvertragsbeschäftigte, Minijobber oder Leiharbeiter werden von den hohen Standards nicht immer erreicht, so die Wissenschaftler.

Zwar seien die atypisch Beschäftigten rein theoretisch beim Arbeitsschutz den Normalarbeitnehmern gleichgestellt, doch würden sich in der Praxis "erhebliche Schwierigkeiten" ergeben. Als ein Beispiel wird genannt, dass die kurzen Einsatzzeiten nicht mit den Routinen im Arbeitsschutz zusammenpassen.

Die Analyse zeigt einen klaren Zusammenhang von Beschäftigungsform und Gesundheitsschutz. Danach sinken die Arbeitsschutzstandards "mit wachsendem Abstand zum Normalarbeitsverhältnis".

Beispielsweise kommen Beschäftigte, "die in mindestens drei Kriterien vom Normalarbeitsverhältnis abweichen" nur "zu 32 Prozent in den Genuss von Gefährdungsbeurteilungen". Bei den Vollzeitbeschäftigten liegt dieser Anteil dagegen bei 57 Prozent.

Als Grund für die Unterschiede im Arbeitsschutz zwischen einem normalen und einem atypischen Arbeitsverhältnis erkennen die Autoren, dass die Standards zur Prävention und zur Sicherheit nicht Schritt gehalten haben mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ebenfalls eine Rolle spielen würden die geringen oder gar nicht vorhandenen Mitbestimmungsrechte von atypisch Beschäftigten.

Die Analyse "Reduziertes Schutzniveau jenseits der Normalarbeit" aus den WSI-Mitteilungen kann auf Mausklick als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.

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