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05.03.2015

Müdigkeit im Job erhöht laut IZA Risikobereitschaft

Wer müde ist, trifft zwar nicht irrationalere, aber risikofreudigere Entscheidungen. Das ergab ein Verhaltensexperiment mit mehr als 200 Teilnehmern. Das Ergebnis ist für weite Teile der Arbeitswelt von Bedeutung, schreibt das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA): Es legt nahe, dass flexiblere Arbeitszeitregelungen sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer von Vorteil sein können.

In dem Versuch sollten sowohl Frühaufsteher als auch Morgenmuffel Wertmarken auf unterschiedlich riskante Anlagen setzen. Ein Teil der Probanden trat am frühen Morgen, der andere am späten Abend an. Wer in welche Gruppe kam, wurde per Zufall ausgelost. Zum Testzeitpunkt waren die Teilnehmer damit, je nach persönlichem Biorhythmus, entweder "kognitiv voll auf der Höhe", so das IZA, oder aber müde.

Unabhängig von der Tageszeit trafen die Probanden "ähnlich rationale Entscheidungen", fanden die Forscher heraus. Müdigkeit per se führt also nicht zwangsläufig zu objektiv falschen Entschlüssen. Die Teilnehmer, die zu einer für sie unpassenden Zeit zum Test antraten, entschieden sich jedoch deutlich häufiger für risikoreichere Anlagen.

Dies könne beispielsweise in der Finanz- und Versicherungsbranche erhebliche finanzielle Folgen haben. Schätzungen zufolge sei in diesem Segment, in dem viel Geld bewegt wird, jeder vierte Arbeitnehmer von Schlafmangel betroffen. Auch Beschäftigte in anderen Bereichen wie etwa Schichtarbeiter, Fernfahrer, Ärzte oder Fluglotsen könnten durch Müdigkeit zu höherer Risikobereitschaft neigen. Daher plädieren die Studienautoren für flexiblere Arbeitszeitregelungen, die eine "gewisse Anpassung" an den individuellen Biorhythmus erlauben.

Die IZA-Studie kann hier kostenfrei als PDF-Datei in englischer Sprache heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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