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11.06.2014

Umfrage: Recht auf Pause wird oft nicht ausgeschöpft

Arbeitnehmer, die mindestens sechs Stunden arbeiten, haben laut Arbeitszeitgesetz ein Recht auf Pause. 20 Prozent der Beschäftigten nehmen es aber nur verkürzt in Anspruch, zehn Prozent gehen selten oder nie in Pause. Das ergab eine repräsentative Studie im Auftrag der Gewerkschaft ver.di. Mehr als ein Fünftel der Befragten hält das Klima am Arbeitsplatz darüber hinaus für "pausenfeindlich".

Für die Umfrage von TNS Infratest wurden insgesamt 493 abhängig beschäftigte Arbeiter, Angestellte, Auszubildende und Beamte ab 14 Jahren in Deutschland befragt. Zwar berichteten neun von zehn Teilnehmern, dass in ihrem Unternehmen oder ihrer Dienststelle eine tägliche Ruhepause vorgesehen sei. Eine Selbstverständlichkeit ist sie damit allerdings noch lange nicht.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab als Grund für den Verzicht auf die Pause an, zu viel Arbeit zu haben. Rund ein Drittel nimmt sie aus Verantwortung gegenüber den Kollegen nicht in Anspruch, da diese sonst übermäßig belastet würden. 13 Prozent verzichten nach eigenen Angaben auf sie, weil der "Arbeitgeber es nicht zulässt, die Pause in Anspruch zu nehmen".

Der Hauptgrund, kürzer als möglich in Pause zu gehen, sind für zwei Drittel der Befragten Störungen dieser Ruhezeit, die unter anderem durch die Arbeitsanforderungen verursacht würden. Weitere Gründe sind, dass die Kollegen die Pausenzeit auch nicht voll ausschöpfen (42 Prozent), der Arbeitgeber die volle Nutzung der Pause nicht gerne sieht (15 Prozent) sowie lange Wege zu den Pausenräumen (13 Prozent).

21 Prozent der Befragten fehlt außerdem das richtige Umfeld zum Entspannen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Sie hielten das Klima und die Räume am Arbeitsplatz für "pausenfeindlich". Moniert wurde unter anderem das Fehlen von Pausenräumen, von Sitz- und Kochgelegenheiten sowie von Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten.

Die ausführlichen Ergebnisse der ver.di-Umfrage können hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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