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10.06.2014

IAB: Zahl tarifgebundener Unternehmen sinkt langfristig

Die Zahl der branchentarifgebundenen Unternehmen ist seit 1996 stark zurückgegangen. Das ergab eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das jährlich mehr als 15.000 Betriebe befragt. Danach arbeiteten im vergangenen Jahr etwa 50 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen, für die ein Branchentarifvertrag galt. 1996 waren es in Westdeutschland noch 70 Prozent.

2013 hätten dem IAB zufolge etwa 52 Prozent der westdeutschen und 35 Prozent der ostdeutschen Beschäftigten in Betrieben gearbeitet, die branchentarifgebunden seien. Für weitere acht Prozent der westdeutschen und zwölf Prozent der ostdeutschen Arbeitnehmer hätten zwischen Betrieb und Gewerkschaft abgeschlossene Firmentarifverträge gegolten. Für 40 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland und mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in Ostdeutschland, 53 Prozent, habe es keinen Tarifvertrag gegeben.

1996, als das IAB erstmals Daten zur Tarifbindung für Ost- und Westdeutschland erhob, war das noch anders: Damals fielen 70 Prozent der westdeutschen Arbeitnehmer unter einen Branchentarifvertrag, im Osten waren es 56 Prozent. "In der langen Sicht ist die rückläufige Tendenz eindeutig, auch wenn die Entwicklung in jüngster Zeit langsamer verläuft", berichten die IAB-Arbeitsmarktforscher Susanne Kohaut und Peter Ellguth. Gegenüber 2012 sank der Anteil der Beschäftigten mit Branchentarifverträgen im Westen und im Osten um jeweils einen Prozentpunkt.

Zahlreiche Arbeitnehmer profitierten jedoch indirekt von den Tarifverträgen, heißt es beim IAB weiter. So arbeiteten 21 Prozent im Westen und 25 Prozent im Osten in Unternehmen, die zwar keinem Branchentarifvertrag unterlagen, sich aber an einem bestehenden orientierten.

Weitere Daten zur Tarifbindung der Beschäftigten können hier kostenfrei als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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