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24.07.2013

Arbeitnehmer misstrauen ihren Regierungen

Eine Umfrage des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) zeigt: Weltweit verliert die Politik das Vertrauen der Arbeitnehmer. Vor allem im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit haben die Regierungen versagt, glaubt ein Großteil der Beschäftigten.

80 Prozent der Menschen glauben, ihre Regierung habe im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im eigenen Land versagt. Und gerade mal 13 Prozent sind der Ansicht, dass für ihre Regierung die Interessen der Arbeitnehmer und ihrer Familien tatsächlich im Mittelpunkt stehen. Das sind die erschreckenden Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) unter 13.000 Menschen in insgesamt 13 Ländern - darunter auch Deutschland, die USA, China, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Russland.

Weiter glauben 64 Prozent der Befragten, dass die derzeitigen Gesetze in ihrem Land keinen ausreichenden Schutz der Arbeitsplatzsicherheit bieten. Fast 70 Prozent fordern einen Mindestlohn und über 90 Prozent befürworten das Recht auf Gewerkschaftsbeitritt und das Recht auf Kollektivverhandlungen.

"Die Menschen haben kein Vertrauen mehr in die Politik, sie fühlen sich von ihren Regierungen im Stich gelassen", mit diesen Worten kommentierte DGB-Chef Michael Sommer die Ergebnisse der Studie. Sommer ist gleichzeitig auch Präsident des IGB. Die Studie sei ein deutliches Alarmsignal und eine Handlungsaufforderung an die Staats- und Regierungschefs in aller Welt. Die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise und der Arbeitslosigkeit seien nicht ausreichend, so Sommer.

Sommer kritisierte gleichzeitig die aktuelle Krisenpolitik scharf. Die Kürzungsprogramme in den Krisenstaaten zwingen laut Sommer ganze Volkswirtschaften in die Knie, erschüttern das Vertrauen in Regierungen und gefährden die Demokratie. Sommer forderte statt der Kürzungspolitik vielmehr Investitions- und Konjunkturprogramme.

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