Die Bundesregierung hat jüngst den Anspruch auf Kinderkrankengeld im Jahr 2021 ausgeweitet. Obwohl es steuerfrei ist, muss es in der Steuererklärung angegeben werden, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH).

Rückwirkend zum 5. Januar verdoppelte sich die Zahl der Tage, an denen im laufenden Jahr Kinderkrankengeld bezogen werden kann: Pro Elternteil sind es somit 20 Tage pro Kind, für Alleinerziehende 40 Tage pro Kind. Mit der Anzahl der Kinder erhöht sich die Zahl der Tage, sodass maximal 45 beziehungsweise 90 Kinderkrankentage möglich sind. Zudem wird es 2021 ebenfalls ausgezahlt, wenn die Kinder aufgrund der Pandemie-Maßnahmen daheim betreut werden müssen. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten.

Erhalten Eltern Kinderkrankengeld, ist das steuerfrei, berichtet der VLH. Allerdings zähle dieses Geld wie das Eltern- oder Kurzarbeitergeld zu den Lohnersatzleistungen: „Und diese Leistungen unterliegen dem Progressionsvorbehalt, wodurch der persönliche Steuersatz steigt.“ Diese Gelder würden am Jahresende auf das Einkommen hinzugerechnet, um den Steuersatz zu ermitteln. Dadurch erhöhe die ursprünglich steuerfreie Ersatzleistung den persönlichen Steuersatz, mit dem das restliche Einkommen versteuert wird. Die Folge sei, dass doch mehr Steuern fällig werden können, obwohl die Lohnersatzleistung steuerfrei ist.

Erhalten Eltern mehr als 410 Euro im Jahr am Lohnersatzleistungen, müssen sie eine Steuererklärung abgeben, erklären die Lohnsteuerexperten: Die Summe des Kinderkrankengelds ist im Mantelbogen unter „Einkommensersatzleistungen“ einzutragen. Zu diesem Zweck sollten Mütter und Väter automatisch von ihrer zuständigen Krankenkasse eine „Bescheinigung für das Finanzamt“ erhalten haben, worin die Höhe des Kinderkrankengelds vermerkt ist.

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