Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitenden eine Reihe von Zusatzleistungen an. Doch die Wünsche der Beschäftigten treffen sie damit eher selten: Häufig gehen die Zusatzleistungen an den Bedürfnissen der Beschäftigten vorbei. Das legt eine aktuelle Studie offen.

Benefits der Arbeitgeber werden für die Bewerberinnen und Bewerber immer wichtiger. Innerhalb der letzten drei Jahre seien bei einer Jobsuche die Zusatzleistungen um 62 Prozent häufiger thematisiert worden als in den Jahren zuvor. Darüber informiert das Arbeitgeberbewertungsportal kununu, das gemeinsam mit dem HR-Startup voiio die Studie rund um Benefits verantwortet.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind also sehr interessiert an zusätzlichen Leistungen ihrer Arbeitgeber. Dies ist den Unternehmen natürlich nicht verborgen geblieben. Sie liefern, geben im Durchschnitt 1.000 EUR jährlich je Mitarbeitenden für Benefits aus. Doch für die Zusatzleistungen, die sie anbieten, interessieren sich die Beschäftigten nur bedingt.

Angeführt wird die Liste der Extra-Leistungen von der betrieblichen Altersvorsorge (50,6 %). Es folgen Impfangebote (38,5 %) und Betriebskantine (33,7 %), Rabatte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (27,4 %), kostenlose Snacks / Obst (26,4 %) sowie der Dienstwagen (17,9 %).

Die Palette ist vielfältig, doch trifft sie nach der Umfrage nur auf geringe Resonanz bei den Beschäftigten. Die interessieren sich nämlich kaum für die klassischen Benefits, setzen vielmehr ganz andere Prioritäten.

Die Berufstätigen wünschen sich Zusatzleistungen für Family & Work-Life-Balance (46 %), Mobilitäts-Angebote (12 %), Gesundheitsprogramme (9 %) oder Unterstützungen rund um Finanzen und Recht (7 %).

Wie groß die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit ist, zeigt sich insbesondere bei Zusatzleistungen rund um Work-Life-Balance und die Familie. Derartige Angebote setzen die Befragten an die erste Stelle und würden dafür knapp 30 Prozent des vorhandenen Budgets investieren. Doch die wenigsten Unternehmen haben dafür entsprechende Angebote und wenn, werden gerade einmal 5 Prozent des Budgets dafür verwendet. Die Arbeitgeber greifen vielmehr laut Studie am tiefsten in die Tasche für Benefits in den Kategorien Gesundheit, Mobilität und Sport.

Die Studie „Benefits zwischen Wunsch und Realität – Was Mitarbeitende wirklich wollen“ kann im Internet kostenlos angefordert werden.

 

 

 

 

 

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