Arbeit auf dem Bau gibt es in Sachsen und besonders in Leipzig ausreichend. Doch die Löhne von vielen Bau-Beschäftigten spiegeln diese Entwicklung nicht wider. Ein Unding für die IG BAU. Die Industriegewerkschaft empfiehlt einen Lohn-Check, notfalls auch einen Wechsel des Arbeitgebers.

Die Bauarbeiter in Sachsen sind unterbezahlt. Nach Informationen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt liegt ihr Durchschnittsverdienst aktuell bei 15,39 EUR je Stunde. Das ist deutlich weniger als der Tariflohn: Der liegt bei 20,63 EUR, also je Stunde um 5,24 EUR höher.

„Rein rechnerisch gehen einem gelernten Straßenbauer oder Zimmerer damit pro Jahr rund 10.900 Euro durch die Lappen“, zitiert die Leipziger Zeitung in ihrer Online-Ausgabe Bernd Günther, den Bezirksvorsitzenden der IG BAU Nord-West-Sachsen. Er ist ob der Situation nicht erfreut: Denn viele Beschäftigte würden um einen angemessenen Lohn gebracht, obwohl die Betriebe händeringend Fachleute suchten.

Carsten Burckhardt vom Bundesvorstand der IG BAU macht sich dafür stark, dass sich kein Bauarbeiter länger unter Wert verkaufen sollte. Er ist überzeugt, jeder, der weniger verdient, sollte sich mit seinem Chef zu einem Gehaltsgespräch zusammensetzen und durchaus einen Betriebswechsel in Betracht ziehen.

Auch er verweist darauf, dass der Stundenlohn für einen Spezialbaufacharbeiter mit einer dreijährigen Ausbildung aktuell bei 20,63 EUR liegen müsse.

Anspruch auf die tarifliche Bezahlung hat jeder, der in einem Betrieb arbeitet, der dem Arbeitgeberverband Bauhandwerk oder dem Arbeitgeberverband Bauindustrie angehört.

Wer Informationen rund um fairen Lohn oder Job-Wechsel in Sachsen sucht, kann sich per E-Mail an die dortige IG Bau wenden.

Wichtige Auskünfte stehen zudem auf der Webseite der Gewerkschaft bereit.

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