Wer von einer Vollzeitstelle in Teilzeitbeschäftigung wechselt, sollte dabei – um unliebsame Überraschungen im Ruhestand zu vermeiden – sein Rentenkonto im Blick behalten. Das empfehlen Experten.

Die Höhe der Rente hängt bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom Bruttoeinkommen ab: Je niedriger das Einkommen, umso niedriger die Rente. Wer seinen Vollzeitjob in eine Teilzeitbeschäftigung ändert, vermindert ergo die Rente. Finanzexperten empfehlen, sich frühzeitig damit auseinandersetzen, wie sich die geringere Arbeitszeit auf die Finanzen im Alter auswirkt und eine Strategie zu entwickeln, um die finanziellen Einbußen möglichst gering zu halten.

Wer weniger arbeitet, verdient weniger. Diese simple Gleichung hat finanzielle Auswirkungen auf die Jahre nach dem Arbeitsleben. Bevor die Entscheidung pro Teilzeitjob getroffen wird, sollten deshalb die eigenen Finanzen genau unter die Lupe genommen werden. Für die Gegenwart ist zu prüfen, wie viel weniger Geld monatlich noch ein vernünftiges Auskommen garantiert. Zudem sollte geschätzt werden, wie viel Geld im Rentenalter erforderlich sein wird, um ohne Sorgen leben zu können.

Mit Experten und Partner über mögliche Rentenlücke reden

Zu klären ist, wie hoch überhaupt das Teilzeitgehalt sein wird und wie sich dieses niedrigere Einkommen auf die Rente auswirkt. Denn wer in Zukunft nur noch die halbe Stundenzahl arbeiten wird, vermindert seine jährlichen Entgeltpunkte in der Rentenversicherung bei einem Bruttoeinkommen von knapp 3.500 EUR um die Hälfte. Wird die Arbeitszeit in diesem Beispiel nur um ein Viertel reduziert, verringern sich die Entgeltpunkte ebenfalls nur um ein Viertel. Ein deutlicher Unterschied, der bedacht werden will, bevor letztlich die Entscheidung für die Teilzeitarbeit fällt.

Nützlich ist der Teilzeitrechner des Bundessozialministeriums:  Mit seiner Hilfe kann sich jeder selbst ausrechnen, wie sich bei verminderten Stundenleistungen das Einkommen im Vergleich zum Fulltime-Job nach unten verändert.

Die Beratung der Deutschen Rentenversicherung informiert auf Anfrage darüber, welche Auswirkungen das geringere Einkommen auf die eigene Rente haben wird.

Nicht zu vergessen: Wer familienbedingt die Arbeitszeit reduzieren möchte, sollte mit dem Partner darüber sprechen, ob und wenn ja, wie, die Rentenlücke ausgeglichen wird. Finanzexperten empfehlen entweder einen Bargeld-Ausgleich oder den Abschluss einer Geldanlage, die beispielsweise bei Eintritt in die Rente fällig wird.

Eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Finanzen sowohl für die Gegenwart als auch für die Zukunft sollte ein Must-have für jeden Teilzeitjobber sein. Wer sich gut vorbereitet, kann dem Ruhestand gelassen entgegenleben.

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