Jugendliche, die sich in den Sozialen Medien mit Fotos und Texten präsentieren, tun gut daran, bereits an die berufliche Zukunft denken: Der Auftritt im Internet kann nämlich sowohl ein Karriere-Booster wie auch eine Karriere-Bremse werden. Denn immer mehr Personaler recherchieren in den Social-Media-Profilen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Digitalverbandes Bitkom.

Knapp zwei Drittel (63 %) aller Personaler informieren sich im World Wide Web über mögliche Bewerber. Vor drei Jahren lag dieser Anteil gerade bei 46 Prozent und im Jahr 2013 interessierten sich gerade einmal 23 Prozent für die im Internet hinterlegten Profile.

Berufliche Themen stehen für die HR-ler bei der Recherche in den Profilen nach der Umfrage zwar im Vordergrund (67 %), doch achtet jeder Dritte (34 %) auch besonders auf die privaten Aktivitäten und die angegebenen Hobbys. Auf die politischen Ansichten richten 16 Prozent der Personaler ein besonderes Augenmerk.

Für Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer von Bitkom, neigen sich die Zeiten, in denen Social-Media-Auftritte eine klassische Bewerbung lediglich ergänzen, dem Ende zu. “Immer mehr Unternehmen suchen schwerpunktmäßig über soziale Netzwerke neue Mitarbeiter … Wer sich in Sozialen Netzwerken gut präsentieren kann, hat definitiv Vorteile bei der Jobsuche”, ist er überzeugt.

Besonders im Fokus der Personaler stehen mit 53 Prozent die beruflich orientierten Plattformen wie XING oder LinkedIn. Doch 30 Prozent nutzen genauso die eher privat ausgerichteten Netzwerke Facebook, Twitter oder Instagram.

Jeder vierte Personalverantwortliche (24 %) hat in der Bitkom-Befragung angegeben, Bewerber wie Bewerberinnen “wegen einzelner Einträge” nicht in die engere Auswahl genommen zu haben.

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