Wer fremde Sprachen spricht, punktet in der Arbeitswelt. Fachkenntnisse und soziale Kompetenzen sind in der globalisierten Wirtschaft ein unbedingtes Muss, doch hinzu gesellen müssen sich Fremdsprachenkenntnisse: Ohne sie geht es in vielen Branchen und Berufen kaum noch. Dies hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) analysiert.

Fremdsprachenkenntnisse sind in der Arbeitswelt kein Nice-to-have mehr, sondern gehören in vielen Jobs zu den Schlüsselqualifikationen, die nicht verhandelbar sind. Nach der Analyse des BIBB ist die Kenntnis fremder Sprachen längst ein „fester Bestandteil im Arbeitsalltag“ geworden. Am häufigsten gesprochen wird die englische Sprache.

Insgesamt gaben mehr als zwei Drittel (68 %) der Erwerbstätigen an, grundsätzlich einer fremden Sprache mächtig sein zu müssen. Aufgedröselt nach dem erforderlichen Niveau, kommt knapp die Hälfte (46 %) mit Grundkenntnissen in der Fremdsprache aus. Ein gutes Fünftel (22 %) benötigt freilich Fachkenntnisse. Dies betrifft insbesondere IT-Berufe, technische Tätigkeiten oder Jobs in Einkauf und Handel.

Die Untersuchung zeigt, dass Fremdsprachenkenntnisse umso wichtiger werden, je qualifizierter die Berufsausbildungen sind. Erforderten im Jahr 2006 Berufe mit einer Ausbildung zu 44 Prozent Fremdsprachenkenntnisse, lag dieser Anteil bei akademischen Berufen bei 78 Prozent. Im Jahr 2018 waren diese Werte auf 65 Prozent (Berufsausbildung) respektive knapp 89 Prozent (Hochschulausbildung) gestiegen.

Für diese Analyse hat das BIBB die Erwerbstätigenbefragungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) aus den Jahren 2006, 2012 und 2018 ausgewertet.

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